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Frauen mit „etwas mehr Figur” sind für texterella immer schon und immer wieder ein Thema gewesen. Allein schon deshalb, weil ich selbst Größe 44 trage - und mich damit eigentlich ziemlich wohl und keineswegs dick oder

(Anm: Zur Löschung siehe Kommentare) unästhetisch fühle. Ein bisschen runder halt. Wonneröllchen!

Das einzige Problem: Nicht immer gibt es jedes Kleidungsstück, das mir gefällt, auch in meiner Größe. Das war auch der Anlass für dieses Blogposting, in dem es um ein wunderschönes Seidenkleid der Hamburger Designerin Anna Fuchs ging, das aber nur bis Größe 40 produziert wird. Einerseits war (und ist) dieser Umstand ärgerlich – andererseits hat es mich wirklich gefreut, dass Anna Fuchs auf mein Posting reagiert und sich die Zeit genommen hat, um mit meinen Leserinnen die Problematik der „großen Größen” in den Kommentaren zu diskutieren. Mehr noch: Auf meine Frage nach einem Interview zu dem Thema, war sie sofort dabei. Vielen Dank, liebe Anna Fuchs!

Ich finde es sehr spannend, mal „die andere Seite” zu lesen: die einer Modedesignerin und einer Unternehmerin! Ich finde es zwar nach wie vor schade, dass es nicht alles in allen Größen gibt - aber ich verstehe die Hinter- und Beweggründe ein bisschen besser und halte die Größenrestriktion nun nicht mehr unbedingt und in jedem Fall für eine „Arroganz” der Designer.


Perfektion bis zum letzten Nadelstich.

Noch schnell zur Person Anna Fuchs: Nach Abitur und Schneiderlehre bei einem Hamburger Couturier gründete sie, die gebürtige Hamburgerin, im Jahr 2000 ihr eigenes Label. Seit 2006 verkauft sie ihre Mode in ihrem Flagship-Store in der Hamburger Innenstadt und in ihrer Online-Boutique (sogar mit ihrem persönlichen Beratungsservice!).

Anna Fuchs gehört zu den renommiertesten deutschen Nachwuchsdesignerinnen, zweimal wurde sie gar für den New Yorker Design-Oskar „Rising Star Award” nominiert. Ihre Karriere begleiten Veröffentlichungen, Interviews, Features und Kommentare in wirklich ALLEN namhaften deutschen Medien: Elle, Amica, Gala, Brigitte, Bunte, Spiegel, WELT, um nur einige zu nennen. Selbst in meinem viel geliebten ICON und im Wallpaper wurde Anna Fuchs schon porträtiert. Und TV natürlich auch. Besonders gelungen fand Anna übrigens den Kommentar von Inga Griese in der WELT.

Und jetzt also bei texterella. Puh.

Ich freue mich über ihre ehrlichen und sicher auch mutigen Antworten! Aber lies selbst!

Wer mehr als Kleidergröße 42 sucht, hat es nicht unbedingt leicht. Viele namhafte Labels stellen „größere Größen“ gar nicht erst her. Warum ist das eigentlich so?

Anna Fuchs: Für die Konfektion („Konfektion” bezeichnet meist die serienmäßige Herstellung von Kleidungsstücken nach einer festgelegten Maßtabelle) ist es nicht leicht, auf alle individuellen körperlichen Eigenheiten einzugehen. Das fängt ja schon bei der Körpergröße an - wie oft muss man doch einen Saum kürzen oder rauslassen.

Sobald aber eine Frau zum Beispiel einen großen Busen, aber schmale Hüften hat, wird es „problematisch“ für die Konfektion. Denn dann geht es plötzlich um zwei Größen: Brustumfang zum Beispiel 42 und Hüfte Größe 40. Zum Änderungsschneider wollen aber immer weniger Leute gehen und was nicht passt, wird eben nicht gekauft. Da sind Frauen oft sehr entschieden, und darauf muss sich ein hochwertiger Hersteller einstellen und schon mal ein Spektrum an Designs für die verschiedensten Figurtypen bereithalten.

Eine ausgefeilte Passform ist ein hoher Kostenfaktor für jeden Hersteller, Schnittentwicklung ist zudem eine teure Angelegenheit. Ein kleines Modelabel wie meines kann sich oft nur die gängigen Größen leisten, und die sind in meinem Fall eben die 34 bis 42. Ab Größe 44 fängt in der Modellmacherei ein neuer Proportionszyklus an, da werden die Schnitte in anderen Größensysthemen gradiert. Deshalb ist die Bezeichnung „große Größe“ auch nicht diskriminierend gemeint, sondern bezeichnet lediglich ein anderes Größenverhältnis. Bei den Herren gab es das ja schon immer (zum Beispiel kurze Größen, Bauchgrößen, lange Größen.)

Welche Erfahrungen haben Sie mit „größeren Größen“ gemacht? Planen Sie in nächster Zeit eine Kollektion „ab 44“? Wenn nein, warum nicht?

Anna Fuchs: Meine Erfahrung mit großen Größen ist, dass sich die Frauen in meinen Designs nicht gefielen. Ich habe eine sehr körperbetonende Silhouette und Schnittführung, aber Frauen wollen sich nicht gerne eingezwängt fühlen oder „zu sichtbar machen” in Kleidung. Trotzdem wollen sie sexy und begehrenswert aussehen. Das ist einfach ein Fakt, den ich zu respektieren habe.

Um eine Klientel 42plus bedienen zu können, müsste ich eine eigenständige Kollektion entwerfen mit einer anderen Gradierung und anderen Design-Präferenzen.

Während einerseits Designer/Hersteller nur bis Größe 42 produzieren, boomen andererseits „Nischen-Labels und -Shops“ für etwas rundere Frauen. Denn diese wollen sich ja auch nicht nur in Sack und Asche kleiden. Warum also schneidern angesagte Labels ihre Kollektionen nicht einfach in Size Plus?

Anna Fuchs: Ich habe wirklich Angst eine falsche Antwort zu geben, im Sinne von jemanden zu verletzen ... aber Mode zu produzieren, ist wirklich ein enorm kostspieliges und äußerst riskantes Unterfangen. Das müsste in diesen Zeiten des Rotstifts und des Überangebots wirklich jedem einleuchten.

Ein Modelabel muss sich ganz klar für eine Zielgruppe entscheiden und hinter jedem Modelabel steckt natürlich auch ein Designer mit einer persönlichen ästhetischen Vision. Es ist ja nicht damit getan, zum Beispiel Bodycon-Kleider aus zartem Seidenjersey auch in Größe 46 zu produzieren. Am Ende des Tages müssen die Produkte ja auch gekauft werden. Und ich bin sicher: Die Größe 46 würde in diesem Beispiel hängen bleiben.

Mal ein Beispiel aus meiner Lehrzeit: Eine Dame mit Größe 48 kam mit einem Foto aus der VOGUE zu meiner Chefin und sagt, sie wolle genau das Kostüm da auf dem Bild. Darauf war ein superknappes, extrem tailliertes Hahnentrittköstüm zu sehen. Meine Chefin besorgte den Originalstoff und entwickelte exakt den Schnitt, nur eben in Größe 48. Die Dame kam zur ersten Anprobe und war entsetzt: So hatte sie sich das nicht vorgestellt! Und hier liegt das Problem: Viele Silhouetten sehen einfach anders aus als gedacht, wenn sie in großen Größen hergestellt werden.

Ich finde es daher ganz logisch, dass für Frauen mit größeren Größen oder nicht ganz symmetrischen Proportionen, individuelle Kollektionen entworfen werden. Damit sie sich wirklich wohl, bequem und dennoch schick und sexy fühlen. Ich kann das nicht leisten, dafür ist mein Label zu klein und mir fehlt zudem die Selbsterfahrung. Das ist ein wichtiger Punkt, meiner Meinung nach, wenn man designt.

Ich trage selbst Größe 44 und mag mich auch so. Außer beim Einkaufen, da fühle ich mich gerne mal als „Elefantenmensch“. Was raten Sie Frauen wie mir, die sich gerne modisch kleiden (wollen), aber in viele Modelabels nicht hineinpassen, aber auch keine typischen Size-Plus-Kollektionen tragen wollen?

Anna Fuchs: Mittlerweile gibt es, glaube ich, wirklich ausreichend Vielfalt und Anbieter, die sich auf große Größen spezialisiert haben und auch modische Kollektionen entwerfen. Zumal ja auch das Thema Schuhe, Schmuck und Taschen total demokratisch ist und sich damit ja auch ein Look entwickeln lässt.

Hat man aber ganz besondere Vorstellungen, kann ich nur den Gang zum Schneider empfehlen. Es gibt ohnehin nichts luxuriöseres als Maßschneiderei. Allerdings ist dies leider auch eine kostenintensive Angelegenheit, da nichts so viel Zeit in Anspruch nimmt wie nähen. Aber auch Nähschulen sprießen derzeit geradezu aus dem Boden, das ist ein echter Trend geworden im Zeitalter des Mouse-Clicks. Viele haben Lust, wieder etwas mit den Händen zu machen - und die Freude ist wirklich unbeschreiblich, wenn man irgendwann in der Lage ist, sich schnell mal einen Rock zu nähen, weil man einen Anlass dafür hat.

Wohin geht, Ihrer Einschätzung, nach der Trend? Müssen Frauen ihr Leben lang Diät halten, um schick zu sein – oder wird sich die Modebranche irgendwann der Realität anpassen? Denn die deutsche Durchschnittsfrau trägt ja Größe 42/44.

Anna Fuchs: Ich finde, es ist teilweise eine selbstverantwortliche Entscheidung, welche Kleidergröße man tragen möchte (natürlich gibt es Ausnahmen!). Um fit und gesund zu sein, muss man nicht hungern. Wenn die Autofahrernation Deutschland mehr Fahrrad führe, zu Fuß ginge, mehr Treppen stiege, müssten wir weniger Geld für Aryuveda, Fitness Clubs und Light-Produkte oder gar gesundheitliche Maßnahmen wie für Diabetes, Arterienverkalkung, Bluthochdruck etc. ausgeben. Ich glaube, auch hier gibt es einen Trend: mehr Auseinandersetzung mit Ernährung und Lebensgewohnheiten. Ein anderer ist „Green Fashion“. Den Menschen wird zunehmend klar, dass Fast-Fashion und Billiganbieter nicht nur Mensch und Natur ausbeuten, sondern auch ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen. Jeder möchte natürlich für wenig Geld die beste Qualität haben, und das fairste Produkt – aber auch hier kann man nur eine eigenverantwortliche Konsumentscheidung treffen. Halbfair gibt es nicht.

Und bevor ich nun in den Verdacht gerate wie Herr Lagerfeld zu argumentieren: Seine Äußerung war ohne Frage sehr grob und frauenfeindlich. Aber er geht ja auch von sich selbst aus. Er hatte vor seiner Diät massives Übergewicht und hat sich auch als lebensverlängernde Maßnahme dazu entschieden abzunehmen (Gianfranco Ferré, dieses Genie, ist an seinem Übergewicht ja gestorben). Dass er nur abnahm, um Hedi Slimanes Anzüge tragen zu können, ist ja nur Koketterie. Dass er dann aber nicht aufhören konnte, wo es vielleicht ratsam gewesen wäre, wirft eine andere Thematik auf: nämlich dass wir in einer essgestörten Gesellschaft leben.

Ich habe überhaupt nichts gegen größere Größen. Allerdings sehen Kleidungsstücke in größeren Größen schlichtweg anders aus, als wenn sie in kleineren Konfektionsgrößen gefertigt werden. Oftmals gefällt sich die Kundin darin dann aber nicht, denn sie benötigt eine andere Art von Design, um sich gut angezogen zu fühlen. Und hierfür gibt es eben Spezialisten und einige davon sind wirklich sehr gut.

Ich bin absolut sicher, dass eine Frau mit Kleidergröße 44 sich modisch, elegant und sexy kleiden kann. Genug Auswahl und Möglichkeiten gibt es.

Vielen Dank, liebe Anna Fuchs, für Ihre Zeit, den Mut zu durchaus kontroversen Antworten und natürlich für die wunderschöne Mode, die Sie entwerfen! Auch wenn sie mir leider nicht passt ... :-)

 

 
Susanne Ackstaller, Donnerstag, 18. April 2013, 23:47 Uhr
Kommentare: 25 | Aufrufe: 9895 | Kategorie: Mode, Kleidung, Kleider & Röcke, Meinungen, Interviews, | Tags: size plusporträtmodedesignerininterviewhamburggroße größendesignerinanna fuchs
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Mode am Mittwoch: Wiesn-Mode in Size Plus.
 

Kommentare

  • Mein Antwortbeitrag dazu:

    http://www.wewearsmartwear.de/2013/05/anzuggrose-88-das-size-minus-dilemma/

    Viele Grüße aus Essen,

    Gerhard Schröder

    Gerhard Schröder
    am Mittwoch, 22. Mai 2013 um 18:42 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Sehr interessantes Interview.
    Meiner Meinung nach gibt es nicht soviele schöne Große Größen, weil die Abnehmerzahl dafür einfach zu gering wäre,so dass es sich für „kleinere Unternehmen” einfach nicht lohnt diese Größen mit den kleineren Größen produzieren zu lassen.
    Ob eine Klamotte „passt” hängt nicht nur von den Porportionen ab, sondern auch von der Ausstrahlung dieser Person.
    Denn was „passt”, muss noch lange nicht zu einem „passen”.;-)

    Mode Puppe
    am Freitag, 10. Mai 2013 um 17:12 Uhr

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  • Interessantes Interview, spannende Diskussion.
    Was wohl jede unterschreiben kann: Nicht alles sieht in allen Größen gut aus.
    Übrigens fühlt frau sich auch mit 1,60 m Körpergröße von deutschen Größenspiegeln nicht gemeint - und mit Kürzen ist es halt häufig nicht getan, denn es geht auch da oft Proportionen (zum Glück ist Italien nicht weit…)

    Der Hinweis auf den Änderungsschneider bringt nur bedingt weiter, denn wie sagte mein nähende Oma so schön? „Dreimal abgeschnitten - und noch zu kurz!” Größer machen scheitert meist an mangelnden Nahtzugaben, wo’s drauf ankommt…

    Wenn etwas wirklich perfekt passt, trägt das erheblich zur Wirkung bei - vielleicht mehr, als das ein oder andere sonstige Detail. Deshalb bin ich inzwischen ein Fan von Maßfertigung. Für den Preis eines gehobenen Konfektionsteils kann man auch ein tolles Maßjackett bekommen :-)

    Barbara Maria Zollner
    am Sonntag, 21. April 2013 um 15:12 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Ich weiß, ihr werdet gleich wie die Hyänen über mich herfallen. Ich sage es trotzdem: getroffene Hunde bellen. Wer dick ist kann wohl etwas dafür, das wird man nämlich nicht von allein. Und dass es unendlich schwerer ist, wenn gewünscht wieder dünner zu werden, ist eine Binsenweisheit. Wenn ich in die Lieblingshose nicht rein passe, dann weiß ich warum: zu viele Cookies, zu wenig Sport. Und runter geht das nicht durch Treppensteigen. Da muss ich schon etwas mehr für tun und vor allem ausdauernd. Das weiß ich, da jammere ich nicht und ich gebe auch nicht den Modedesigner die Schuld dran, dass ich jetzt nicht mehr in die Hose passe.
    Und damit sind wir wunderbar vom eigentlichen Thema Mode für unterschiedliche Körperformen ab gekommen hin zu dick-dünn-unglücklich.

    Im Übrigen sagte es Anna Fuchs schon beim letzten Mal. Ob eine Klamotte (mir) passt, hängt gar nicht so sehr vom Gewicht, sondern von den Proportionen ab. Ich bin inzwischen alt und erfahren genug, um zu wissen, was mir steht und worin ich mich wohl fühle - Britta hats schön beschrieben.

    Was werfen wir hier Anna Fuchs vor? Dass sie Klamotten entwirft und verkauft, mit denen sie Geld verdient? Entschuldigung, aber dafür muss sie sich nicht rechtfertigen. Und es scheint wirklich genügend Anbieter für große Größen zu geben, denn noch habe noch keine nackt rumlaufen sehen. Ich sehe hier in der Runde auch keine, die Kick-Billigware kauft. Und in Größe 44 und 46 habe ich in JEDEM Kaufhaus gute Sachen gesehen. Ihr wollt nicht ernsthaft bei Zara oder H&M einkaufen. Und selbst da ginge es.

    Was mir auch noch auffällt, wir führen hier eine scheinbar sehr deutsche Diskussion. Ich habe noch keine einzige finnische Frau getroffen, die sich ob ihrer Körperlichkeit diskriminiert fühlte (französische übrigens auch nicht). Gerade die Finninen scheinen da sehr gelassen zu sein. Ich empfehle einen Blick in die women-Ausgaben der Zeitschrift Ottobre - geht auch online (gibts auch für kids). Oder einen Einkaufsbummel in Helsinki.

    Doch liebe Anna, obwohl ich nicht in XS sondern eher in M/L herum laufe, denke ich wie Lena: einfach mal locker machen. Man kann aus allem ein Politikum und eine Diskriminierungsgeschichte stricken - muss es aber nicht.

    Grüße! N.

    Nelja
    am Samstag, 20. April 2013 um 11:34 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • @Lena: „Einfach mal locker machen” ist schön leicht gesagt für Menschen, die der entsprechenden Diskriminierung nicht ausgesetzt sind. Das fängt für dicke Menschen ja nicht erst beim Kleiderkauf an und hört auch dort nicht auf. Genauso wie die Effekte von fat-shaming nicht nur auf dicke Frauen* wirken, sondern auf (fast) alle Frauen*. Die wenigsten werden von sich sagen können, noch nie in ihrem Leben eine Diät gemacht zu haben (und das obwohl Diäten machen nicht zu den gesündesten Aktivitäten gehört, falls jemensch mit dem Dick-ist-ungesund-Diskurs anfangen möchte)

    Ich finds schön, dass hier einige Kommentator*innen angefangen haben, die Aussagen von Anna Fuchs zu kritisieren - so weit hatte ich noch gar nicht gelesen, als ich Susanne auf ihre Formulierung ansprach.

    Ich möchte ob der Behauptung, jede*r sei selbst für die eigene Kleidergröße verantwortlich einen kleinen Vergleich anstrengen:

    Wie oft ist euch schon die Aussage begegnet: „Ich kann essen was ich will, ich nehme einfach nicht zu”? Habt ihr die Aussage akzeptiert und (neidvoll) honoriert und als wahre Selbstaussage stehen gelassen? Und wenn jemensch sagt: „Ich kann essen was ich will, ich nehme einfach nicht ab”? Warum soll das anders sein, als bei den Ewig-Dünnen?

    Das ist dann aber immer noch nicht genug, denn es impliziert, dass eine Person auf jeden Fall VERSUCHEN muss, abzunehmen, um dann akzeptiert zu werden. Aber wem soll ein Mensch das schuldig sein? Wieso hat bspw. die Modebranche das Recht, lieber nur bis Größe 40 (oder 42, oder 44) zu schneidern, anstatt sich an den Bedürfnissen der Kund*innen auszurichten? Die pragmatischen Probleme, die Anna Fuchs anspricht beruhen auf einer jahrelangen Praxis, die Strukturen eingerichtet hat, die auf Dünne ausgerichtet sind. Und das hat bestimmt gar nichts mit einer ertragreichen Diäten- und Sportindustrie zu tun.

    Zwei schöne Artikel dazu:
    http://reizende-rundungen.blogspot.de/2013/02/meine-meinung-deine-meinung-und-die.html

    http://reizende-rundungen.blogspot.de/2013/02/shame-loss-ad.html

    Anna Schwelle
    am Samstag, 20. April 2013 um 01:09 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • @Maßschneiderei. Als ich zum ersten Mal an den Boutiquen in der Madison Avenue in New York vorbei kam, wo im Schaufenster extrem teure Kleidchen in Größe 34 stehen, habe ich mir folgendes vorgenommen: Wenn ich einmal reich wär, würde ich gar nicht erst nach meiner Größe 42 fragen, sondern gleich zur Schneiderin gehen. Und die dürfte dann schön um meine Speckröllchen herumschneidern, während ich gepflegt
    Kuchen essen gehe ...

    Gundula Schmidt-Graute
    am Samstag, 20. April 2013 um 00:05 Uhr

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  • Ich habe als Fotografin mit Plussizemodels als erste Kundengruppe angefangen und daher oft genug Kleidung in großen Größe zusammengestellt und ich sage euch: es ist einfacher als gescheite Männerklamotten zu finden!! ...und mit eigner Erfahrung hat das nix zu tun… ich trage selbst XXS bis XS (Letzteres schaffe ich nur, wenn ich, wie aktuell ein paar Wochen lang, eine Fußverletzung hatte und gar nicht richtig gehen konnte…) ... Das klingt so dünn, isses aber gar nicht,da Klamotten irgendwie immer weiter geschnitten werden.
    Wiedemauchsei… mein Wohlfühl-BMI liegt bei ca. 18 und dafür mache ich keine Diät-
    Was ich sagen will: die eine ist „zu” dünn, die andere „zu” dick…
    Auch mir passen viele Schnitte nicht und manche Klamotte gab es zu XXS-Zeiten nicht in meiner Größe. Deswegen steige ich aber auf keine Barrikaden, sondern ärgre mich eben ein wenig…
    Da sich viele Designer nunmal nach dem Mittelding richten und andere nach den Extremen, kann man eben nicht alle Marken tragen… ;)
    Und zum Thema, wann endlich Plussize als Standard angenommen wird…
    a) ist das Bullshit, dass die Durchschnittsfrau 42 trägt
    und
    b) werden die Schnitte ja alle paar Jahre angepasst und deswegen ist mir ne H&M-XS inzwischen oft viel zu groß ;)
    und
    c) einfach mal locker machen.

    Lena Reiner
    am Freitag, 19. April 2013 um 23:38 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Danke für dieses offene Gespräch, Frau Fuchs! Besonders die Geschichte mit dem Hahnentritt-Kostüm ist wunderbar! Die Erfahrung, dass bestimmte Schnitte, Formen, Materialien bei einer Frau passen, bei der anderen gar nicht, hat doch jede von uns schon einmal gemacht. Ich fände es etwas übertrieben, daraus gleich eine große Diskriminierungsnummer zu stricken. Ich gehe mit zu breiten Schultern, zu langen Armen und Beinen und zu großen Füßen für viele Standardgrößen durchs Leben. Aber ich bin inzwischen groß genug, um meine Nischen zu kennen und Lösungen zu finden. Der Perspektivewechsel und Einblicke, warum Hersteller welche Zielgruppe aussuchen, ist doch spannend. Inzwischen bin ich selbst bei „großen Größen” gelandet. Und musste meinen Blick noch weiter schärfen um zu unterscheiden, wer da nur stretchige Jersey-Säcke und Tuniken anbietet, und wer schneidert. Aber ich kann ja auch nicht in so einen Übergrößen-Laden gehen und sagen, dass sie mich wegen meines Geschmacks diskriminieren, weil sie nur hässliches Zeug anbieten. Ich kann auch japanischen Firmen nicnt vorwerfen, dass mir alles zu kurz ist. Diesen Anspruch finde ich irgendwie seltsam - ist wie der Vorwurf „Du machst mich nicht glücklich”. ;-)

    Martina
    am Freitag, 19. April 2013 um 21:21 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Puh…ich weiß gar nicht wo ich genau anfangen soll. Ehrlich gesagt lässt mich dieses Interview fassungslos zurück.

    Ich finde nicht, dass die Diskriminierung von Dicken anfängt, wenn Du schreibst, dass Du Dich nicht dick fühlst mit einer Größe 44. Ob man sich selbst wohlfühlt mit seiner Größe und wie man sich selbst wahrnimmt, hat für mich nichts mit der Diskriminierung anderer zu tun.

    Finde es auch sehr schade, dass man Dir hier Fat-Shaming oder beginnende Diskriminierung wegen so einer Aussage unterstellt, aber die Aussagen der Designerin mehr oder weniger so hingenommen werden.

    Ich kann mich hier nur AbidiText anschließen:
    „Es ist nicht so leicht, mit ein bisschen Treppenlaufen und Obstessen die gewünschte Kleidergröße zu tragen. Die Argumente der Designerin sind nachvollziehbar. Aber schlanke Frauen gut aussehen zu lassen, ist auch einfacher. Warum sehen das so wenige Designer als Herausforderung? Warum hört man nicht mal umgekehrt: “Nein, sorry, dieses 46-Kleid in 36 würde einfach nicht gut aussehen, dazu haben Sie zu wenige Kurven” ...”

    Natürlich ist es oftmals oder teilweise eine selbstverantwortliche Entscheidung, welche Kleidergröße man trägt - eine ausreichende Antwort auf die Fragen, wann und ob sich die Modebranche irgendwann der Realität, dass die deutsche Durchschnittsfrau Größe 42/44 trägt, ist dies jedoch nicht. Oder doch? Kann man dann wohl als klares Nein verstehen! Ok…

    Für mich fängt Diskriminierung dort an, wo Dicksein (das Tragen einer großen Größe, sprich ab 42/44!!!???) immer wieder mit Kranksein gleichgesetzt wird. Schade, dass die Designerin scheinbar nur dicke Menschen kennt, die sich nicht bewegen, sich nicht mit Ernährung und Lebensgewohnheiten auseinandersetzen und Mode nur schnell konsumieren wollen, weil zu geizig sich Ihre Klamotten maßschneidern zu lassen?

    Fit und gesund zu sein heißt nicht automatisch in die von der Modebranche diktierten Größen zu passen. Und eine Größe 44 ist ebenso wenig gleichbedeutend mit einer essgestörten Lebenweise, wie eine Größe 34.

    (Ich dachte außerdem Gianfranco Ferré ist an einer Hirnblutung (http://de.wikipedia.org/wiki/Hirnblutung) gestorben, und nicht, dass er geplatzt ist, weil er nicht aufhören konnte zu essen?)

    Aber 42plus zu tragen heißt: Man möchte auch in einen ganz normalen Laden gehen und dort ein Kleid, T-Shirt oder eine Jeans kaufen zu können. Natürlich muss bei einem Kleid in Größe 48 von einer anderen Köperform ausgegangen werden als bei einem Kleid in Größe 34. (Aber dies muss umgekehrt genauso geschehen!)

    Natürlich steht es jedem Designer frei für die Größen/Zielgruppe zu produzieren, die er bedienen möchte (oder für die er es sich leisten sie zu bedienen)...ich glaube allerdings nicht, dass es nur ausgesprochenen Spezialisten möglich ist, Kleidung ab Größe 42 zu entwerfen und herzustellen. Habe noch nicht gehört, dass ein Designer der (auch) in 42Plus entwirft/herstellt sagen würde: „Sorry, aber Größe 34 ist nur was für Spezialisten…das kann ich nicht!”

    Frau Haselmayer
    am Freitag, 19. April 2013 um 17:53 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Ich finde aber, genau das sagt Anna Fuchs doch, und zwar klar und deutlich: Auch, dass ihr die Selbsterfahrung mit großen Größen fehlt.
    Und viele Silhouetten sehen übrigens nicht nur bei großen Größen anders aus, als gedacht. Ich sage nur Empire! Haha, schöner Versuch! Ich sehe darin aus wie in einer dieser altmodischen Badeumkleidekabinen, die früher aus Frottee selbst genäht wurden. Aber bei anderen Frauen sind sie top. Wickeloberteile: Kann ich nicht tragen und ich weiß nicht, warum. Dabei finde ich sie enorm schick. Aber ich habe es aufgegeben.
    Für mich ist es auch völlig ok zu sagen: Ich möchte in einem bestimmten Stil entwerfen und der funktioniert bei bestimmten Proportionen eben nicht. Das blaue Kleid oben mit dem braunen Gürtel habe ich kürzlich hier als theoretisches Kleid bezeichnet. In Kleidern trage ich Größe 38, das ist nicht viel, aber in diesem Kleid würde ich aussehen, als hätte ich 44. Das weiß ich aus jahrzehntelanger Erfahrung. Trotzdem finde ich das Kleid hübsch. Das zwingt mich ja aber nicht, es mir überzustreifen.

    Britta
    am Freitag, 19. April 2013 um 17:49 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Ich finde, sich als Designerin mit den Schwierigkeiten, was für größere Größen zu schneidern, und den daraus entstehenden Kosten, rauszureden ist ein bisschen so, als würden alle JournalistInnen sagen, sie würden sehr gern auf Bild-Niveau schreiben, weil’s so viel mehr LeserInnen erreicht und weniger Kosten verursacht als die politische Berichterstattung oder das Feuilleton der FAZ. Ich wünschte, es würde mal jemand ehrlich zugeben: „Ich hab weder Interesse an Frauenkleidung Größe 40 plus, noch hab ich das Talent, diese Frauen toll aussehen zu lassen.”

    Birte Vogel
    am Freitag, 19. April 2013 um 17:35 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Ein wirklich wunderbares Interview! Vielen Dank, liebe Susi. Die Diskussion, die sich ums Thema entspinnt, ist großartig. Zum einen ist Anna Fuchses Sicht auf die Dinge sehr interessant. Zum anderen sind die wirtschaftlichen Sachzwänge natürlich ein Ergebnis des Diskurses, den Änn Känn anspricht. Denn die Zahlen der Ladys mit Größe 44 und denen mit 34 sollten ähnlich sein. Bloß ist die 34 anders belegt. Und ich würde gern deine Kurzgeschichte zum Thema lesen, liebste Heike.

    Businesspussy
    am Freitag, 19. April 2013 um 15:25 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Mal wieder ein ganz tolles Interview! Danke Susi und danke auch an Anna Fuchs. Ich bin dort überzeugte Stammkundin und hörte Anna beim Lesen sprechen. So soll ein Interview sein!

    Susanne Westphal
    am Freitag, 19. April 2013 um 15:09 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Ich habe es aufgegeben, nach den Zahlen in der Konfektion zu schauen. Ich bin eine Blazerfrau und ich sage euch, ich habe von 38 bis 44 alles im Schrank und alles passt - ist eben nur von verschiedenen Herstellern und aus verschiedenen Zeiten (wobei der in Größe 38 der älteste ist).
    Ich kenne eine Designerin sehr gut, die mal für ein großes, hochpreisiges Label gearbeitet hat und die ihren Job dort aufgab, weil ihr aus Kostengründen sogar vorgeschrieben wurde, welchen Knopf sie zu verwenden hat (und nur einen statt dreien). Jedenfalls war an freies Designertum und kreative Gestaltung nicht zu denken. Sie hat sich also mit einer kleinen Maßschneiderei selbständig gemacht und zaubert nun gemeinsam mit zwei Näherinnen die tollsten Teile. Maßgeschneidert, individuell für die Kundin entworfen mit Wunschstoffen und Details - zu einem Preis, der in etwa der Kleidung der Firma mit dem Chef entspricht, also Massenware, die man in jedem Flughafen bekommt.
    In Zeiten von H&M-Wegwerfmode ist es natürlich furchtbar schwierig, Mode kostendeckend (und wenn möglich sogar gewinnbringend - man will ja auch was essen) zu produzieren. Gute Qualität soll es auch noch haben und modisch sein und „grün” ... Das Bewusstsein, dass wir für solche Stücke etwas mehr bezahlen müssen, wächst erst so langsam wieder. Qualität hat eben ihren Preis und nichts ist dafür so tödlich wie geiler Geiz. Ich habe jedenfalls lieber ein gutes Stück über Jahre statt in jeder Saison etwas Neues.

    Ich habe Hochachtung vor Frauen wie Anna Fuchs, die sich diesem Druck stellen und dabei eine gesunde Balance erlangen zwischen Anspruch und Machbarkeit im täglichen Kommerz, dem wir uns nun mal nicht entziehen können/wollen.

    Grüße! N.

    Nelja
    am Freitag, 19. April 2013 um 14:58 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Sehr interessant und aufschlussreich.

    Aber die Aussage man sei gewissermaßen auch selber für seine Kleidergröße verantwortlich und der Verweis auf Sport und Ernährung impliziert dass Frauen mit größeren Größen sich nicht gesund genug ernähren und sich zu wenig bewegen. Und da bekomm ich schon ein wenig die Pusteln ^^

    Friederike
    am Freitag, 19. April 2013 um 13:18 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Nachdem ich seit einem halben Leben Diäten mache und dank Jojo-Effekt dabei immer runder werde, kann ich sagen: Es ist nicht so leicht, mit ein bisschen Treppenlaufen und Obstessen die gewünschte Kleidergröße zu tragen. Die Argumente der Designerin sind nachvollziehbar. Aber schlanke Frauen gut aussehen zu lassen, ist auch einfacher. Warum sehen das so wenige Designer als Herausforderung? Warum hört man nicht mal umgekehrt: „Nein, sorry, dieses 46-Kleid in 36 würde einfach nicht gut aussehen, dazu haben Sie zu wenige Kurven” ...

    AbidiText
    am Freitag, 19. April 2013 um 13:15 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Ein wunderbares Interview, ich freue mich sehr über diese offenen Antworten. Das mit dem schnellgeschneiderten Rock kann ich sogar aus eigener Erfahrung bestätigen - leider fehlt mir dazu ständig die Zeit. In meinem Schrank liegen gerade noch zwei Kleider mit den Maßen 1,40 x 1,50 m, weil ich einfach nicht zum Nähen komme.

    Ganz toll ist es tatsächlich, schöne Kleidung ändern zu lassen, so dass sie passt. Oft so viel zeitsparender, als ewig nach dem richtigen Stück zu suchen.

    Mein persönliches Highlight war ein selbstentworfenes Etui-Kleid, das mir der Designer Thomas Stoess dann umgesetzt hat. Boah war das schön! Inzwischen bin ich leider rausgewachsen, aber ich bin auch 16 Jahre älter.

    Britta
    am Freitag, 19. April 2013 um 12:32 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Ich habe „dick” gelöscht und auf die Comments verwiesen, damit auch die Gründe dafür klar werden und die Sensibilität steigt.

    Auch bei mir.

    Susi
    am Freitag, 19. April 2013 um 12:30 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Ist mir - als „echte” dicke Frau, die ich bin - auch aufgefallen. Das war natürlich nicht böse gemeint, aber genau da fängt das mit der Diskrimierung von Menschen jenseits der Norm halt leider an. Aber: Interessantes Interview!

    Daniela
    am Freitag, 19. April 2013 um 12:27 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • dacht ich mir doch dass du es so siehst :))
    es geht um die formulierung „weil ich selbst Größe 44 trage - und mich damit eigentlich ziemlich wohl und keineswegs dick oder unästhetisch fühle”—die eben einen gegensatz mit „dick” und „unästhetisch” auf der einen (wo du nicht bist) und „wohl fühlen” auf der anderen seite (wo du bist) konstruiert.

    solche rhetorischen figuren sind halt leider total in unseren sprachgebrauch eingeschrieben, da merkt mensch oft selbst gar nicht, dass da gerade implizites fat-shaming passiert.

    falls (falls!!) du es noch verändern magst, reicht es wahrscheinlich einfach das „dick” rauszulöschen. du hast größe 44 und fühlst dich nicht unästhethisch damit, sondern wohl. gut so! :)

    Anna Schwelle
    am Freitag, 19. April 2013 um 12:26 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Interessanter Artikel - mal aus einem anderem Blickwinkel. Mich würden noch konkrete Tipps für die vielen angedeuteten Nischen-Label für 42+ interessieren, hat jmd. eien Link-Liste für mich?

    Sonja
    am Freitag, 19. April 2013 um 12:24 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Ich habe mich vom Dicksein abgegrenzt? Muss ich noch mal nachlesen.

    Denn natürlich hat jede Frau, ob dick, dünn, groß, klein, das Recht auf schöne Kleidung!

    Susi
    am Freitag, 19. April 2013 um 12:22 Uhr

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  • nur schade, dass du dich gleich von dicksein explizit abgrenzen musst—als ob 1) dicke frauen nicht auch ein recht auf schöne kleidung hätten und 2) dicksein und „sich wohl fühlen” nicht auch zusammen möglich wären (du konstruierst sie als gegensätze).
    aber danke trotzdem für das gespräch mit eienr designerin über die größen-politik :)

    Anna Schwelle
    am Freitag, 19. April 2013 um 12:20 Uhr

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  • Sehr schöner Artikel - und ja, gerade die Unternehmerinnen-Sicht finde ich sehr spannend.

    Ute
    am Freitag, 19. April 2013 um 12:15 Uhr

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  • Vielen Dank für diesen Artikel, liebe Susanne Ackstaller - gute Hintergrundinfos. Obwohl ich heute eher eine kleinere Größe trage (meine wunderbare Freundin Maria sagt: „Ihr mit Euren Biafra-Größen immer”), kenne ich das gut - man ist als große Frau eben schnell dabei bei 42+... Die schönste Idee aus dem Artikel: Zur Schneiderin gehen. Teuer, gewiss, aber die nachhaltigste, schönste Lösung! Gute Zeit und auf bald, Monika Thoma

    Monika Thoma
    am Freitag, 19. April 2013 um 07:22 Uhr

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