mode-lifestyle
 

Am Sonntag geht’s los, 800 Kilometer gen Nordosten an die Ostsee. Nach Ahrenshoop am Darß, um genau zu sein. Ja, genau dorthin, wo ich schon seit Jahren meinen Sommerurlaub verbringe. Wenn du mein Blog schon länger liest, warst du schon einige Male dabei.

Ich glaube, ich habe mich noch nie so sehr auf den Urlaub gefreut wie in diesem Jahr. Die Aussicht, die Welt zwei Wochen auszublenden ... mich einfach mal nur um mich selbst und um meine Familie kümmern. Nur aufstehen, die 50 Meter zum Strand laufen und mir abends den Sand aus den Klamotten klopfen. Den Kopf in den Meerwind halten und frei kriegen ...

Eine Auszeit von der Arbeit – und von der Welt. Ich kann es wirklich kaum erwarten.

Am Darß in Ahrenshoop

Lieblingsbild. Darß 2015. (Foto: Eva Ackstaller)


Ob man sich das Nichts tun vornehmen kann? Ich versuch’s zumindest. Dafür nun wiederum eine To-do-Liste zu schreiben könnte ein klitzekleines Bisschen ... absurd anmuten. Aber nunja.

1. Offline sein. Möglichst oft.

Das wird schwer. Noch während ich diesen Punkt aufschreibe, fürchte ich bereits, dass es mir nicht gelingen wird. Dass ich es nicht schaffe, das Handy auszuschalten, wegzulegen, in unserem Ferienhaus zu lassen, während wir am Strand sind. Nenn mich einen Online-Junkie. Ja! Es fällt mir schwer, auf das Internet zu verzichten. Ein großer Teil meines Lebens findet im Internet statt, in Netzwerken, Foren, auf Facebook. Ganz besonders auf meinem Blog, auf Texterella. Eine Sommer- oder Urlaubspause auf dem Blog, wie manche Kolleginnen das machen – undenkbar! Allein der Gedanke macht mich schon unglücklich. Ich liebe das Internet und ich liebe mein Blog. Von daher werde ich bestimmt auch während der nächsten zwei Wochen ein bisschen bloggen. Aber ... in mir wächst auch das Bedürfnis, nicht ständig verfügbar und im Sog der sozialen Medien zu sein. Ich möchte nicht alle paar Minuten mein iPhone zücken, um zu gucken, ob die Interwelt noch da ist und was es Neues gibt. Und ich will versuchen, dieses Nicht-Zücken in den kommenden zwei Wochen ein wenig zu üben. Doppelter Konjunktiv quasi. Du merkst, ich bin sehr zuversichtlich in dieser Angelegenheit! #nicht

2. Lesen. LESEN!

Ich könnte einen ganzen Koffer ungelesener Bücher mitnehmen, und das ist keine Übertreibung. Ich liebe es Bücher zu kaufen. Und sie dann auf einen der diversen Stapel zu legen, die im ganzen Haus verteilt sind. „Das lese ich dann im Urlaub!“ Is’ klar. Der hat allerdings nur 14 Tage, und Speedreading kann ich erstens nicht und zweitens wäre das, wie ein Glas Ardbeg Whisky in einem Zug zu leeren: genusslos! Von daher versuche mich zu beschränken. City on Fire von Garth Risk Hallberg darf mit, ein Schinken, den mir eine Freundin empfohlen hat, die New York ebenso sehr liebt wie ich. Denn davon handelt das Buch: New York im Jahr 1977. Runtergekommen, kriminell, dunkel. Ganz anders als ich es kenne. Ich bin gespannt! Dann: Der Horizont in deinen Augen von Patricia Koelle. Klingt kitschig, ist es wohl auch. Spielt aber in Ahrenshoop. Das reicht als Lesegrund. Plus das, das und das – alles Recherchermaterial für eine neue Kooperation, auf die ich mich sehr freue. (Paris gilt doch nicht als Arbeit, oder?) Und dann noch diesen Ratgeber, den mir eine Leserin nach meinem Chaos-Gejammere schickte. Und das hier – für die Sehnsucht. (Und eigentlich sollen auch noch die ganzen ungelesenen VOGUE-Ausgaben mit. Aber irgendwie müssen ja auch noch Klamotten in den Koffer.)

3. Strandspaziergänge. Ganz viele, ganz lange.

Okay, das ist einfach. Ich liebe Spaziergänge, und am Strand noch mehr! Vielleicht ... laufe ich sogar bis zum Leuchtturm, dem Darßer Ort. Spaziergänge sind meine Meditation, ich kann dabei total in mich versinken. Deshalb ist es auch kein sportlich-straffes Walken, sondern ein in mich gekehrtes Dahinlaufen, bei dem ich am liebsten alleine und ungestört bin.

4. Champagner am Strand und Sternschnuppen beobachten.

Und Wünsche wünschen, natürlich! Denn erfreulicherweise haben sich die Perseiden mit unserem Urlaub abgesprochen – und fallen in der zweiten Augustwoche! Kannst du dir was Schöneres vorstellen, als fallende Sterne mit Meeresrauschen im Hintergrund und einem Glas Champagner in der Hand? Also, ich nicht. :-)

5. Ein Nachmittag im Spa.

Und zwar hier: im Hotel Dünenmeer. Teuer, aber so schön! (Wo sind eigentlich die Kooperationen, wenn man sie mal braucht, hm? ;-))

6. Ein Sonnenaufgang am Meer.

Dazu muss ich nicht mehr dazu sagen, oder?

Jetzt muss ich nur noch ein paar Texte fertig machen, Rechnungen schreiben (wer soll sonst das Dolce Vita bezahlen?), das Haus aufräumen (weil: eine Freundin und ihre Familie hüten Haus und Katzen), Wäsche waschen, noch mehr Wäsche waschen und packen. Und. Und. Und. Und 800 Kilometer fahren.

Ein vorurlaublicher Klacks.

 
Susanne Ackstaller, Freitag, 29. Juli 2016, 06:00 Uhr
Kommentare: 4 | Aufrufe: 1982 | Kategorie: Lifestyle, Reisen, | Tags: urlaubreisenostseedarß 2016darß
Das könnte auch interessant sein:
Abends am Ahrenshooper Strand.
Der letzte Blick.
Das Boot. (Eine kleine Geschichte vom Darß.)
 

Kommentare

  • Der Darß generell, aber auch Ahrenshoop ist wunderbar. Wenn Du nun endlich angekommen sein solltest, wünsche ich Dir eine tolle Zeit, wenig Netz (aber ich verstehe Dich so gut) und leckeren Fisch vom Stand am Ortseingang!

    Viele Grüße
    Tine

    Tine
    am Sonntag, 31. Juli 2016 um 20:09 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Ich kämpfe gerade noch mit mir, ob ich mein Smartphone während der Urlaubszeit auch für unterwegs online tauglich machen möchte (ich kann mit dem Teil ja tatsächlich nur zu Hause ins Netz oder muss mir nen Hotspot suchen) oder nicht. Von den Urlauben auf Fehmarn in der onlinefreien Zone (da gibt’s kein Netz) weiß ich, wie erholsam das ist, ein paar Tage ohne Netz zu sein - nach dem echt harten kalten Entzug. *g* Und während mich der Mann völlig verständnislos anschaut („Du brauchst doch das Internet! Ist viel praktischer! Du kannst mal schnell dieses oder jenes nachschauen…”), liebäugele ich tatsächlich mit einer onlinefreien Woche. Mal schauen… ;)

    Dir wünsche ich erholsame und entspannte Tage - mit oder ohne Netz. ;D

    Lieben Gruß!

    Anna
    am Freitag, 29. Juli 2016 um 15:37 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Liebste Susi, angesichts deines ersten Punktes hab ich einen sehr lesenswerten Artikel von Jesper Juul für dich, vielleicht hilft’s ja ;))

    https://www.fritzundfraenzi.ch/medien/medienerziehung/smartphones-haben-auf-der-familieninsel-nichts-zu-suchen

    Antje
    am Freitag, 29. Juli 2016 um 09:03 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Liebe Susi,
    ich wünsche Dir eine stress- und staufreie Anreise, auf dass Du alle Punkte auf der Liste abhaken kannst und einen schönen, erholsamen Urlaub hast.
    Zu Punkt 1: bevor ich auf große Namibia-Reise ging, lud ich mein Handy nochmal auf. Es war Zeit abzureisen, wir mussten zum Bahnhof. Im Bahnhof wollte ich etwas auf dem Handy checken, als mir siedenheiß einfiel, dass es noch in der Küche am Laden war. Verdammt - es war zu spät, nochmal nachhause zu fahren, um es zu holen. Ich war zunächst wirklich traurig. Schließlich hatte ich während der Reise meinen 50. Geburtstag und konnte nicht einen Geburtstagsgruß empfangen. Auch wollte ich soviele Bilder bei Instagram einstellen. Nun, es war halb so wild und eigentlich war es sogar richtig gut. Es gab eh oft schlechten bis gar keinen Empfang (mein Mann hatte sein Handy dabei) und so konnte man sich auf die Natur, die Umgebung und alles andere konzentrieren.
    14 Tage nach meinem Geburtstag war es auch noch schön, alle Geburtstagswünsche lesen zu können und den Zeitfresser Instagram habe ich deinstalliert…
    Liebe Grüße,
    Juli

    Juli
    am Freitag, 29. Juli 2016 um 08:41 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

Schreibe einen Kommentar:
 
Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
  • Name*
     
  • Email*
     
  • Website
     
  • Kommentar*
     
  • CAPTCHA*
      
  •  
  •  
  •  
 
 

Zum nächsten Beitrag: Deauville lässt grüßen: Der perfekte Sonnenhut.

Zum nächsten Beitrag.

Zum vorherigen Beitrag: Noch mehr Streifen. Und die 25 inspirierendsten Fashion-Instagrammer Deutschlands.

Zum vorherigen Beitrag.





Herzblutdinge

Herzbluttexte




WERBUNG













KOOPERATIONEN








 
WERBUNG

© 2017 texterella.de | Susanne Ackstaller

Site by blogwork.de und Sibylle Zimmermann, hz-konzept.de