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New York war immer schon meine Sehnsuchtsstadt. Als Teenager wollte ich dort leben und als Journalistin arbeiten. Aber dann meinte es das Leben anders mit mir – und es dauerte zirka 30 Jahre, bis ich das erste Mal vom Empire State Building auf die Stadt blickte. Ich weiß noch gut, wie mir die Tränen in die Augen stiegen – so dramatisch schön war dieser Blick.

Das war 2011.

Seitdem habe ich New York jedes Jahr besucht. Zu behaupten, dass ich die Stadt kenne, wäre nun wirklich vermessen. Aber ... einige Lieblingsorte haben sich im Laufe der Jahre herausgebildete. Und vor allen Dingen: Lieblingsblicke! Denn New York ist voller toller Blicke. Im Grunde ist es ein einziger toller Blick. Wo auch immer man steht oder aus dem U-Bahnschacht auftaucht: ganz großes Kino. Ich glaube nicht, dass ich mich jemals an dieser Kulisse satt sehen kann.

Der Blick vom Whitney Museum auf den Hudson und Hoboken

Trotzdem gibt es Aussichten, die einen geradezu sprachlos machen. Weil sie so schön sind. Um die geht es heute: um Aussichtsplätze, die einen den Atem rauben und zumindest mir Heulsuse geradezu die Tränen in die Augen treiben vor lauter New-York-Glück:

Eastriver Ferry: Manhattan vom Fluss aus.

Manhattan. Von der Eastriver Ferry aus gesehen

Während eine Fahrt nach Staten Island und an der Freiheitsstatue vorbei ja zum Touri-Standard-Programm gehört, so ist die Fahrt über den Eastriver von Manhattan nach Brooklyn geradezu ein Geheimtipp. Dabei kann man Manhattan nirgends so toll in seiner gesamten Länge sehen, wie von der Fähre aus, die Manhattan in seiner gesamten Länge abfährt. Auf der Ferry habe ich erstmals begriffen, was Downtown, Midtown und Uptown wirklich bedeuten – und vor allen Dingen, wo diese Bezirke liegen. Kurz: Wer New York zum ersten Mal besucht, kann sich mit einer Fahrt über den Eastriver einen guten Überblick über die Dimensionen Manhattans verschaffen, und das für nur ein paar Dollar.Und wer schon häufiger da war und noch nie mit der Eastriver Ferry gefahren ist: Für den wird es wirklich Zeit!

Metropolitan Museum of Art: der schönste Blick auf Uptown

Die schönste Dachterrasse der Welt: Auf dem Metropolitan Museum of Art, mit Blick auf Uptown und dem Central Park

Müsste ich mein Lieblingsmuseum nennen, so wäre es definitiv das Metropolitan Museum of Art, das neben dem Central Park an der Fifth Avenue gelegen ist. (Zugegeben, den Louvre habe ich noch nicht gesehen und die Berliner Museumsinsel ist auch sehr toll.) Besonders beeindruckt mich seine schiere Unendlichkeit ... hinter jeder Ecke, hinter jeder Tür wartet noch mehr Kunst. Es scheint nie aufzuhören. Und dann – und darum geht es hier – ist da auch noch die Dachterrasse, von der man den wunderbarsten Blick über Uptown Manhattan und den Central Park hat. Und das völlig kostenlos, denn für den Besuch des Museums, und damit der Terrasse, bezahlt man freiwillig.

Whitney Museum: der tollste Blick über den Meatpacking District

Der Blick vom Whityney Musem Richtung Midtown

Das Whitney Museum of American Art im Meatpacking District wurde erst letztes Jahr eröffnet. Gezeigt wird hier moderne amerikanische Kunst (tolltolltoll!!) plus Blicke, die einen schier sprachlos machen: auf der einen Seite der Hudson und Hoboken, auf der anderen der Meatpacking District und Midtown. Ich hatte auf der Dachterrasse einen kleinen Lunch, bin aber vor lauter Fotografieren kaum zum Essen gekommen. Wer also Kunst und Blicke liebt, der ist im Whitney Museum richtig.

Roosevelt Island Tramway: mit der Seilbahn durch Häuserschluchten

Die Roosevelt Island Tramway: die Seilbahn von Midtown nach Roosevelt Island entlang der Brooklyn Bridge

Mein ABSOLUTER Liebling: Die Seilbahn nach Roosevelt Island! Und nicht nur ich bin begeistert: Keine meiner New-York-Snaps erfuhr mehr Resonanz. Einerseits wohl, weil niemand von dieser Seilbahn weiß und jeder ganz überrascht ist, was in New York so gibt. Andererseits weil die Blicke von dort, zwischen den Hochhäusern durch, einfach gigantisch waren. Man steigt Ecke 2nd Avenue und 60th Street in die Seilbahn ein, kann dazu sogar seine normale Metrokarte nutzen und gondelt dann ein paar Minuten neben der Brooklyn Bridge nach Roosevelt Island. Wie wenige Touristen diese Tramway nutzen, merkt man auch daran, dass es auf der Insel nicht mal ein Café gibt, in dem man die Aussicht auf Uptown Manhattan genießen könnte. Ich würde mal sagen: Die Tramway ist ein absoluter Geheimtipp ...

Die Klassiker: Rockefeller Center und Empire State Building.

Vom Rockefeller Center aus gesehen: Das Empire State Building im Sonnenuntergang

Ja, sicher, je nach Jahres- oder auch Tageszeit steht man hier mit Hunderten von Touris in der Schlange und wartet – aber trotzdem: Zumindest eines von beiden ist ein Muss. Nirgends ist der Blick auf Manhattan dramatischer! Tagsüber würde ich vielleicht das Empire State Building wählen, im Sonnenuntergang ist das Rockefeller Center mit Blick aufs ESB besonders beeindruckend (allerdings ist das kein Geheimtipp und man muss früh seine Karten reservieren!)

Mehr Informationen:

Eastriver Ferry – Fahrplan und Haltestellen
Metropolitan Museum of Art und seine Dachterrasse
Whitney Museum of American Art
Roosevelt Island Tramway
Rockefeller Center
Empire State Building

Wer noch ein bisschen mehr von New York sehen will, dem empfehle ich meine New-York-Snaps, die ich auf Youtube online gestellt habe. Enjoy!

(Fotos: Susanne Ackstaller)

 
Susanne Ackstaller, Montag, 25. Juli 2016, 06:00 Uhr
Kommentare: 4 | Aufrufe: 1576 | Kategorie: Lifestyle, Reisen, | Tags: travelreisennew york 2016new york
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Kommentare

  • Liebe Susi,
    freut mich sehr, dass du die East River Ferry so sehr ins Herz geschlossen hast! Sie fährt nicht die gesamte Länge von Manhattan ab, sondern nur bis 34th Street - genau richtig, um die beiden größten Wolkenkratzerbatzen zu sehen (Downtown und Midtown). Weiter im Norden finden viele es aber sowieso eher dröge, wie ja auch Heike schon schrieb ;-)
    Im nächsten Jahr bekommen wir übrigens weitere Strecken für die Fähren, unter anderem kann man dann auch wieder mit dem Boot zum Strand nach Rockaway. Bin schon gespannt, was für Fotos du dabei machen wirst.
    Liebe Grüße aus der irrsten Stadt der Welt!
    Petrina

    Petrina | Moment: New York
    am Dienstag, 26. Juli 2016 um 16:53 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

    • Das stimmt natürlich! :-) Ich meinte das „Hochhaus”-Manhattan! :-D War natürlich nicht ganz so exakt formuliert.

      Rockaway? Wo ist das denn?

      Liebe Grüße,

      Susi.

      Susi
      am Mittwoch, 27. Juli 2016 um 13:08 Uhr

      Auf diesen Kommentar antworten

      • Hey Susi,

        Rockaway ist in Queens, und Rockaway Beach ist der längste Stadtstrand der USA, inklusive Surfer!
        Der Hurrikan Sandy hatte den Strand (und das dazugehörige Viertel) arg beschädigt, über die Aufbauarbeiten habe ich einen Film gemacht - da siehst du auch, wie schön der Strand ist:
        https://vimeo.com/129921801

        Petrina | Moment: New York
        am Donnerstag, 28. Juli 2016 um 20:08 Uhr

        Auf diesen Kommentar antworten

  • Tolle Empfehlungen. Die East River Ferry kenne ich noch nicht, bin aber schon mit der Circle Linebum Manhattan gefahren. Da würde ich nichr die Tour buchen, die Manhattan ganz umrundet, sonder nur Half Circle. Damit sieht man alle spannenden Blicke auf Manhattan von Westen, Süden und Osten.
    GrandioseBlicke auf Down Town bieten sich auch von der Promenade in Brooklyn Heights und dann anschließendüber die Brooklyn Bridge laufen und zwar von Brooklyn nach Manhattan, dami man sich beim Laufen nicht ständig umdrehen muss ;-).
    Ich war in den 80iger Jahren als Au Pair für ein Jahr in New York und seit dem sehr oft wieder da. Auch ein tolles Ziel mit Kindern im Teenageralter.
    Ich könnte auch jedes mindestens einmal dort hinfahren!

    Heike
    am Montag, 25. Juli 2016 um 07:31 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

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