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Ich liebe meine Arbeit. Sehr. Nach der Mittagspause freue ich mich auf meinen Schreibtisch, nach dem Wochenende auf Montag, nach dem Urlaub auf neue Aufträge, neue Jobs, neue Herausforderungen. Ja, ich bin sehr dankbar dafür, dass ich keine wertvolle Lebenszeit damit verbringen muss, mich ständig nur auf den Jahresurlaub oder auf die Wochenenden vorzufreuen. Das ist wirklich ein großes Glück.


Katzenkuschelei.
Schluss mit Kuscheln. Der Urlaub ist vorbei!


Diese Weihnachtspause war jedoch irgendwie anders. Lag es daran, dass ich so ausgelaugt in die Feiertage gestartet und besonders „erholungsbedürftig“ war? Daran, dass die verschneite Weihnachtsstimmung mich spüren lies, was „Cocooning“ bedeutet (kannte ich vorher tatsächlich nur als Wort) und wie sich die Lust am eigenen kuscheligen Wohnzimmer anfühlt? Oder werde ich einfach nur älter – und brauche womöglich mehr Zeit zum Ausspannen? (Uuups!)

Wie auch immer: Tatsächlich graute mir diesmal vor dem Arbeitsstart nach den Feiertagen (für mich als Texter für Geschäftsberichte ist jetzt nämlich „busy season“). Zurück zum Schreibtisch? Bitte nicht! Texte schreiben, Angebote formulieren, ein Thema für die nächste Kolumne finden? Keine Lust! Selbst Blogpostings, die in aller Regel einfach so aus mir heraussprudeln, fühlten sich an wie ... Arbeit.

Ich will nicht direkt behaupten, dass mich die Aussichten auf die Zeit nach dem Urlaub depressiv machten – aber froh machten sie mich nicht. So habe ich mir überlegt, wie ich mir es mir ein wenig schmackhafter machen kann, aus der relaxten Weihnachtsstimmung heraus nach dem Urlaub wieder zu arbeiten und halbwegs motiviert am Schreibtisch zu sitzen.

Hier sind meine Tipps:

* Mit Duftkerzen und Punsch an den Schreibtisch. Nein, lach nicht! Der Vanilleduft im Büro hat mir tatsächlich die Weihnachtszeit ein wenig in mein Büro hineinverlängert. Und frag nicht, wie viel Tassen (Kinder-)Punsch ich in den letzten Tagen getrunken habe ...

* Später anfangen, früher aufhören. Ich habe tatsächlich einfach auch weniger gearbeitet. Hab’ länger geschlafen, bin früher vom Schreibtisch aufgestanden. Die Abende habe ich auf der Couch verbracht und schon nachmittags den Kamin angefeuert – um mich vorzufreuen.

* Der Anrufbeantworter mit der Urlaubsansage lief zwei Tage länger – so hatte ich mehr Zeit auf Anrufe zu reagieren und konnte langsamer in den Alltag zurückgleiten. (Der Trick funktioniert übrigens auch bestens nach dem Sommerurlaub!)

* Mails habe ich auch mal liegen gelassen und später beantwortet. Ey, es war Weihnachten! Da muss auch mal ein bisschen Zeit sein, oder?

* Die zu erledigenden Jobs habe ich ganz bewusst – und sehr großzügig – auf Tage aufgeteilt: Sobald ich damit fertig war, durfte ich aufhören. Das hat mich erstaunlich beschleunigt.

Interessant war aber auch folgende Erkenntnis: Die Welt dreht sich tatsächlich auch dann weiter, wenn ich mal weniger arbeite. So eine Überraschung aber auch. :-D

Übrigens gibt es für die Arbeitsunlust nach dem Urlaub sogar einen Namen: Post-Holiday-Syndrom nennt die Wissenschaft diesen Zustand.


Wenn du noch ein paar mehr Tipps für mich hast, dann lass sie mich gerne wissen! Der nächste Urlaub (und Urlaubs-Blues) kommt ja bestimmt ...

 
Susanne Ackstaller, Sonntag, 04. Januar 2015, 10:29 Uhr
Kommentare: 10 | Aufrufe: 3329 | Kategorie: Lifestyle, Arbeit und Business, Leben, | Tags: urlaubnach dem urlaub traurignach dem urlaub depressivnach dem urlaubbusinessarbeitenarbeit
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Kommentare

  • Das fühlt sich bei mir exakt genauso an. Duftkerzen und Punsch helfen bei mir leider gar nicht, bewirken eher das Gegenteil: Ich bin sofort wieder im Ferienmodus.
    Was funktioniert: ein Strauß bunter Frühlingsblumen auf dem Schreibtisch.
    LG, Antje

    Antje
    am Dienstag, 06. Januar 2015 um 10:48 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Liebe Susi… lags an der Luft?? Ich weiß auch nicht, aber diese Startschwierigkeiten habe ich nach diesem Urlaub auch… und trotz weniger Arbeit, hatte ich das Gefühl, die Zeit ist noch schneller vergangen… Aber gut, irgendwie beruhigend nicht allein zu sein - mit dem Gefühl und Deine Tipps nehme ich gerne mit… DANKE!!!

    Einen guten Start ins Jahr, in die Arbeit und überhaupt - das wünsche ich Dir… herzlicher Gruß - Conny <3

    Conny
    am Montag, 05. Januar 2015 um 14:56 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Liebe Susi, ich wünsche Dir alles Gute für das neue Jahr! Deine Tipps sind klasse, das mit den Duftkerzen mache ich auch immer und es entspannt mich irgendwie, was bei mir gar nicht so einfach ist. Ergänzen würde ich noch frische Luft, sei es ein Spaziergang oder Sport draußen, das hilft mir jedes Mal, den Kopf freizubekommen. Liebste Grüße, Kirsten

    http://www.thelifbissue.com

    Kirsten Wick
    am Montag, 05. Januar 2015 um 11:03 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Danke für die Tipps. In diesem Jahr habe ich zwischen den Tagen gearbeitet. Blöd. Dieses Jahr nehme ich Urlaub. Der Blues geht auch wieder vorbei.

    Wünsche dir einen guten Start.

    LG Sabine

    www.blingblingover50.de

    Sabine Gimm
    am Sonntag, 04. Januar 2015 um 21:22 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Liebe Susi, mir ging es ähnlich. Ich hätte nur schlafen können. Erst nachts im Bett und tagsüber auf dem Sofa. Irgendwann müsste man doch mal ausgeschlafen haben? Aber nein, ich gähne schon wieder rum.
    Was mich jetzt aufbaut ist die Vorfreude auf Frühling und dass es schrittweise wieder länger hell ist.
    LG Cla

    Cla von Glam up your Lifestyle
    am Sonntag, 04. Januar 2015 um 17:29 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • nein. leider habe ich auch keine tipps für dich, nehme aber deine gerne mit, wenn es wieder losgeht in den trott. nur den punsch lasse ich lieber weg, sonst brauche ich jede stunde einen. liebe grüße, bärbel

    Bärbel
    am Sonntag, 04. Januar 2015 um 14:01 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Danke für diesen Beitrag - genau so fühle ich mich zurzeit leider auch…hoffen wir, dass es bald wieder vorbei geht:-) Liebe Grüße

    kiez&tell;
    am Sonntag, 04. Januar 2015 um 13:49 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Erstaunlich - bei mir dieses Jahr genau dasselbe. Ich liebe meine Arbeit, aber ich war zwei Wochen so „raus” aus allem. Mal sehen, ob mein Auto morgen den Weg ins Büro findet.

    Irit
    am Sonntag, 04. Januar 2015 um 13:38 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Oh, ich kenne das Post-Holiday Syndrom sehr sehr gut und es überkommt mich nach jeder längeren Pause. Mein Trick deshalb, die Pausen eher kürzer und öfter… dann ist’s nicht gar so heftig.
    Naja, und die Idee mit später anfangen und früher aufhören ist auch nicht ohne :-)
    Also - dann wünsche ich ein gute erste Januar-Woche!

    Farbenfreundin
    am Sonntag, 04. Januar 2015 um 11:24 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Jetzt musste ich gerade ziemlich schmunzeln, als ich Deinen Text gelesen habe. Denn ich gehöre normalerweise auch zu den Menschen die ihre Arbeit lieben ... aber in diesem Weihnachtsurlaub war alles anders! Ich habe diesen Urlaub geliebt und in vollen Zügen genossen. Daher danke für Deine Tipps, die kann ich gut brauchen :) Dir wünsche ich trotz der andern Startbedingungen als gewöhnlich von Herzen ein glückliches, erfolgreiches und gesundes Neues Jahr!

    Liebe Grüße von Rena                              
    www.dressedwithsoul.com

    Rena
    am Sonntag, 04. Januar 2015 um 11:11 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

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