mode-lifestyle
 

Tjaha, das hätte sich wohl niemand träumen lassen, dass ich Chaosqueen es mal zum Thema Aufräumen in die BRIGITTE schaffen würden. Sicherlich nicht meine Mutter, die sich wirklich redlich Mühe gegeben hat, mich zu einem ordentlichen Menschen zu erziehen – ohne großen Erfolg. Und am letzten mein Mann, der so viel organisierter ist als ich und es mit den Worten „Die machen ja den Bock zum Gärtner!“ kommentierte, als ich ihm das BRIGITTE Dossier zum Thema Aufräumen unter die Nase hielt.

Und doch ist es passiert. Die BRIGITTE hat mich zum Thema Aufräumen interviewt. Schuld war die Geschichte vom Jahresanfang, als ich mein unsägliches Arbeitszimmer mit grünen IKEA-Fronten gegen ein helles Homeoffice mit viel Weiß und Rot eintauschte. Unter Blut und Schweiß und Tränen, versteht sich. Aber es hat sich gelohnt: Endlich hatte ich das Arbeitszimmer, von dem ich schon seit Jahren träumte: luftig, charmant, feminin. Très chic!

Und: aufgeräumt!

Was war ich verliebt in diese Ordnung! Tja. Wenn sich dieser Status nur so leicht erhalten ließe. Ist es aber nicht. Schnell bilden sich wieder kleine oder größere Chaosecken. Um den Schreibtisch herum liegen Kartons und Kartönchen von PR-Sendungen. Überhaupt der Schreibtisch … oweia. Ich sag mal so: Clean Desk ist anders. Und die alte Waschkommode, die ich von meiner Oma geerbt und mit einer neuen Platte versehen habe, die wird leider schon seit zwei Wochen von den Inhalten einer Handtasche geschmückt. Die wiederum hatte ich darauf ausgekippt, weil ich keine meiner Brillen (ja, Plural!!) fand. Chaos produziert neues Chaos. Gibt es dazu nicht sogar eine wissenschaftliche Theorie?

Theoretisch wüsste ich ja, wie es geht. Jeden Tag nur eine Viertelstunde konsequent aufräumen (habe ich eine Zeitlang gemacht – es ist erstaunlich, wie viel man in 15 Minuten schafft). Die Kartons sofort ins Altpapier – und nicht erst in drei Wochen. Den Schreibtisch abends wenigstens kurz abräumen, vor allen Dingen die Kaffeetassen und Wassergläser. Die Rechnungen gleich in den Ordner, nicht erst auf den Papierhaufen, die Schuhe ins Regal, nicht unter den Sessel. Und und und.

Alles so winzige Winzigkeiten. Und dennoch … für mich schier unmöglich. Warum? Ich verstehe es selber nicht. Denn eigentlich mag ich es ordentlich und hübsch. Die BRIGITTE rät mir im Dossier auf jeden Fall zu kurzen Aufräumeinheiten, Ballast loswerden und weniger horten. Wenn das nur so einfach wäre. Oder mache ich es mir zu kompliziert?

Hast du irgendwelche Tipps?

 
Susanne Ackstaller, Donnerstag, 20. Juli 2017, 06:00 Uhr
Kommentare: 2 | Aufrufe: 2033 | Kategorie: Lifestyle, Arbeit und Business, Leben, | Tags: texterella in der presseordnungchaosaufräumenarbeitszimmer
Das könnte auch interessant sein:
Was für Handtaschenchaotinnen!
Texterella in der BRIGITTE: Warum ich eine dumme linksversiffte Teddybärenwerferin bin.
 

Kommentare

  • zur aufräumsache:
    ich hatte auch lange diese verschieberitis („morgen” war mein liebster wochentag). dann bi ich draufgekommen, dass ich mir durch mein nichtaufräumen selbst im weg stand UND noch viel wichtiger, mich selbst nicht ernst und wichtig genug nahm. Als mir das klar wurde, änderte ich dies schritt für schritt. heute bin ich es mir wert, dass ich für mich aufräume und so gut es geht ordnung halte. wenn ich mich früher auch als kreative chaotin bezeichnete so untermauerte ich diesen glaubenssatz von mir, der mir letztendlich nicht dienlich war.

    zum entrümpeln:
    eine liebe freundin hat mir folgendes geraten:
    mach drei haufen mit den sachen, die du los werden willst. stelle davor folgendes fest:
    1. ohne diesem teil kann ich auf keinen fall leben
    2. das könnte ich noch brauchen
    3. das habe ich schon mehr als 12 monate nicht benutzt

    3 kannst du einfach weggeben.
    dann geh noch einmal jedes einzelne teil bei 2. durch - es gibt nur mehr 1. oder 3.

    Sollte der 1. haufen immer hoch sehr groß sein, nimm noch einmal jedes teil in die hand, shließ die auge und frag dich ehrlich, ob du es wirklich brauchst.

    dann machst du eien flohmarkt oder tauschmarkt oder verkaufst es auf willhaben ;-)

    viel spaß wünscht euch die farbensusanne

    Susanne Wolfsohn
    am Donnerstag, 20. Juli 2017 um 17:15 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Bruaaahahaha… was hab ich gerade lachen müssen! Ich hab nämlich auch ein „unsägliches” Gästezimmer in eine veritable Werkstatt umgebaut und immer dann, wenn ich ordentlich in Schwung bin, arbeite ich dort.
    Allerdings muß ich dann irgendwie jedes Mal zunächst jede Menge „Chaosecken” beseitigen, bevor ich loslege.

    Gut zu wissen, daß ich nicht allein dastehe mit dem kreativen Künstlerchaos (aka „Saustall”) in dem Raum, in dem ich eigentlich kreativ künstlerisch tätig sein möchte.

    Viele Grüße und frohes Aufräumen
    von der Bunten

    Betsi, die bunte Kuh
    am Donnerstag, 20. Juli 2017 um 11:57 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

Schreibe einen Kommentar:
 
Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
  • Name*
     
  • Email*
     
  • Website
     
  • Kommentar*
     
  • CAPTCHA*
      
  •  
  •  
  •  
 
 

Zum nächsten Beitrag: Wochenend-Schnipsel! Weil: Lesen macht schlau. ;-)

Zum nächsten Beitrag.

Zum vorherigen Beitrag: Selbstmotivation: Wie ich es schaffe, mich in den Hintern zu treten. (Und dich vielleicht auch.)

Zum vorherigen Beitrag.


Texterella per Mail abonnieren:







Herzblutdinge

Herzbluttexte




WERBUNG













KOOPERATIONEN




 
WERBUNG

© 2017 texterella.de | Susanne Ackstaller

Site by blogwork.de und Sibylle Zimmermann, hz-konzept.de