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„Oje! Sie packen wieder!” – „Ja. Das bedeutet nichts Gutes ...”

Übermorgen geht es nach Berlin, eine ganze Woche lang! Und nicht nur ich, nein, die ganze Familie kann es kaum noch erwarten, bis es Samstag ist und wir gen Hauptstadt starten. Die ganze Familie? Uuups. Nein. Die zwei samtpfotigen Familienmitglieder, Flecki und Streifer, sind wenig beglückt, dass der Rest der Familie auf Reisen geht.


Wenn die Menschen Urlaub machen: eine kleine Kolumne über verreisende Menschen und daheimbleibende Katzen


Schon seit Tagen schleichen sie schlecht gelaunt durchs Haus. „Verreist ihr schon wieder? Ihr ward doch erst weg! Könnt ihr nicht einfach daheim bleiben?“ Beim Kofferpacken treffen mich strafende Blicke. „Wer soll uns denn die Terrassentür öffnen und die Frühstücksmilch machen?“ Ich versuche mein schlechtes Gewissen wegzustreicheln, und murmele: „Hey, wir sind doch nur ein paar Tage weg! Wirklich!“ Doch es nützt alles nichts: Die Streicheleinheiten werden lediglich mit Missmut goutiert, und ohne jegliches Schnurren.

Wenn die Menschen Urlaub machen: eine kleine Kolumne über verreisende Menschen und daheimbleibende Katzen

Wenn die Menschen Urlaub machen: eine kleine Kolumne über verreisende Menschen und daheimbleibende Katzen


Als die Katzen noch jünger waren, war es – zumindest im Nachhinein – einfacher, ein paar Tage unterwegs zu sein. Sie stromerten an warmen Sommertagen im Garten herum, jagten Schmetterlinge und hielten auf dem warmen Holzbalkon ausgedehnte Nickerchen. Zweimal am Tag kamen die Nachbarskinder vorbei, verteilten Lieblingsfutter und Schmuseeinheiten – und alles war gut. Wenn man vom beleidigten Wegdrehen und demonstrativen Nichtschnurren bei unserer Rückkehr mal absieht. Tja, Strafe muss schließlich sein, ne?

Aber nun ist speziell Katzendame Flecki ein wenig in die Jahre gekommen und braucht mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung. Jemanden, der für sie da ist und sich kümmert, auch um ihre kleinen Zipperlein. Und auch Streifer freut sich, wenn er jemanden zum Spielen und Schmusen hat. So leichtherzig wegfahren wie früher ... das geht nicht mehr. Lange habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich das Urlaubsproblem lösen könnte: Denn als Familie nicht mehr verreisen, war ja auch keine wirkliche Option.


Wenn die Menschen Urlaub machen: eine kleine Kolumne über verreisende Menschen und daheimbleibende Katzen

Nach langem Grübeln fand sich eine wunderbare Lösung: Eine Freundin aus Nordrhein-Westfalen verbrachte mit Mann und zwei tierliebenden Töchtern ihren letzten Sommerurlaub in Oberbayern – in unserem Haus. Win-win für alle! Die vier genossen die Nähe zu München und den Bergen, ich genoss ganz entspannt das Meer und die Katzen genossen zwei Mädchen, die ihnen jeden Wunsch von den Augen ablasen und sie gar nicht genug bespielen, bespaßen und bestreicheln konnten. Und das Tolle ist: Auch für unsere Berlin-Woche fand sich wieder eine gute Freundin mit katzenliebender Familie, die ihr Stadtleben gegen Landidylle eintauscht und unsere Samtpfoten hütet. Ist das nicht wunderbar?

Wer passt denn auf deinen Katzen auf, wenn du verreist?


Diese liebevolle Kolumne über urlaubende Menschen und daheimgebliebende Katzen entstand in Zusammenarbeit mit Purina Gourmet. Sie ist Teil einer Serie von Katzenkolumnen, die in ein paar Wochen auf Texterella fortgesetzt wird. Und ja, ich wurde dafür bezahlt. Das tut meiner Katzenliebe aber keinen Abbruch.

 
Susanne Ackstaller, Donnerstag, 01. Juni 2017, 06:00 Uhr
Kommentare: 4 | Aufrufe: 3940 | Kategorie: Lifestyle, Katzen, | Tags: katzenkolumnekatzengourmetauf leisen pfoten
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Kommentare

  • Meine beiden Tigerbuben gehen mit meiner Abwesenheit relativ relaxed um. Es wird auch bestenst für sie gesorgt. Es findet sich - Gott sei Dank - immer wieder eine liebe Nachbarin, die die beiden versorgt. Außerdem haben sie die Wohnung meiner nächsten Nachbarin als erweitertes Wohnzimmer adaptiert, somit gehen sie schon mal auch auf Besuch und dafür kommt der Nachbarkater zu uns, wenn es ihm zu Hause etwas zu laut wird.
    Vor genau 5 Jahren war ich 5 Wochen auf Reha. Geplant waren 3 aber es wurden leider/Gott sei Dank mehr. Auch da fand ich eine 24h Betreuung für die Buben. Sie fielen mir zwar nach meiner Rückkehr nicht um den Hals vor Freude, aber beleidigt waren sie auch nicht. Ich kenne aber aus Kindheitstagen von unserem damaligen Kater auch ein ganz anderes Verhalten.
    Die Beiden spüren zwar, dass ich wegfahre, aber außer Kofferbesetzung gibt es keine größeren Protestaktionen. Gott sei Dank

    Platz-nehmerin
    am Donnerstag, 01. Juni 2017 um 22:56 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Das Thema Urlaub machen ist ja eigentlich immer positiv besetzt… bei meiner Katze Chili ist es allerdings nicht so beliebt und ich habe immer ein total schlechtes Gewissen, wenn ich verreise! Meine Katze ist sehr scheu und lässt niemanden an sich heran, nur meinen Mann und mich. Wenn wir wegfahren, kommt Morgens eine Katzensitterin und Abends versucht sich meine Mutter in der Bespaßung und Beschmusung. Beide sind jedesmal leider erfolglos bei den Versuchen Chili hervorzulocken. Das Gute ist, dass sie bei unserer Rückkehr nicht nachtragend ist und sich tatsächlich zu freuen scheint, wenn wir dann endlich wieder zuhause sind…
    Liebe Grüße, Juli

    Juli
    am Donnerstag, 01. Juni 2017 um 11:35 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Hallo,
    Ich kann jedem nur empfehlen einen Katzensitter zu organisieren, der in der Zeit des Urlaubs das Haus (oder die Wohnung) inclusive Katzen hütet, indem er da solange wohnt. Wir machen das seit Jahren und das klappt hervorragend. Entweder sind das zuverlässige Schüler oder Studenten, alleine oder Pärchen (die sich für 2-3 Wochen über eine „eigene” Wohnung in trauter Zweisamkeit freuen) oder eine alleinstehende Dame, die bei uns urlaubt.
    Seitdem sind meine beiden total entspannt wenn wir wiederkommen und wir werden weder mit Mißachtung gestraft noch mit überschwänglicher Freude. Wir können unseren Urlaub genießen ohne schlechtes Gewissen und die Sitter freuen sich über Katzenkuscheln abends auf der Couch und/oder nachts im Bett.
    Katzen sind Reviertiere und halten gerne an Routine und Ritualen fest. WER sie betreut ist dabei nicht so wichtig, DASS jemand da ist aber umso mehr.
    Ich würde es nie wieder anders machen!
    Grüße
    Heike

    Heike Hutmacher
    am Donnerstag, 01. Juni 2017 um 09:37 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Schöne Tage in Berlin wünsche ich!
    Verreisen, wenn Tiere alt und/oder gebrechlich sind, ist für mich schwierig. Ich bringe es dann kaum übers Herz das Haus zu verlassen. Es muss ja meist sein, aber die Angst, man kommt nach Hause und findet ein „leeres” Haus, ist nervenaufreibend.
    Mein Hund Luis war ja herzkrank und hatte Schwächeanfälle, und er besaß den herzzerreissendsten Blick, wenn er mich Koffer packen sah.
    Aber auch er hatte eine hervorragende Babysitterin, die mein Herz leichter gemacht hat. Lieblingstiere verwöhnen lassen, ist so ein bisschen wie Enkelkinder bei der Oma.
    Ich kann das alles sehr gut nachvollziehen…
    Viele liebe Grüße, KK

    Konsumkaiser
    am Donnerstag, 01. Juni 2017 um 08:06 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

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