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„Erziehung bei Katzen ist ganz einfach – nach wenigen Tagen machst Du, was sie wollen.” (Gary Cooper)

Sonntagmorgen. Es ist früh, die Kinder schlafen noch. Immerhin: Die Katzen sind schon wach. Das weiß ich, weil ich um 5.30 Uhr geweckt wurde: Die Futterschale war leer – und ein herannahender Hungertod erlaubt bekanntlich keinen Aufschub, auch nicht am Sonntag. Nein, da hilft auch keine geschlossene Schlafzimmertür. Pah, Hindernisse sind dafür da, um überwunden zu werden. Besonders, wenn man einen Kater hat, der durch Hochspringen Türen öffnen kann.

Erziehung bei Katzen ist ganz einfach – nach wenigen Tagen machst Du das, was sie wollen.

 

So sitze ich, noch ein wenig verschlafen und mit halbgeschlossenen Augen, am Frühstückstisch, beiße in mein Croissant, nippe am Milchkaffee und träume mich in den freien Tag – bis mich eine feuchte Nase von der Seite stupst. Katzendame Flecki hat sich zu mir gesellt und sitzt mit unschuldigem Blick neben mir auf dem Frühstückstisch. Auf der Sonntagszeitung – die ich gerade aufschlagen will. Ja, richtig gelesen: Sie sitzt auf der Zeitung auf dem Tisch. Und natürlich weiß Flecki, dass sie das nicht darf, eigentlich. Aber uneigentlich ... ach, lassen wir das.

Erziehung bei Katzen ist ganz einfach – nach wenigen Tagen machst Du das, was sie wollen.

Erziehung bei Katzen ist ganz einfach – nach wenigen Tagen machst Du das, was sie wollen.

Noch während ich mit Flecki verhandle, ob nun sie oder ich die Sonntagszeitung zuerst lesen darf, kommt der Kater zur Küchentür herein. Unzufrieden maunzend: Die Milchschale ist schon wieder leer, das Futter gefressen, und überhaupt war der ganze Frühstücksservice auch schon mal besser. Erst versuche ich das Gemaule zu ignorieren – schließlich habe ich doch gerade die Zeitung zurückerobert –, doch dann steigert sich das Zetern langsam zu einem wütenden Crescendo. Bis ich die Zeitung seufzend zur Seite lege und dem Kater ein zweites Frühstück mache. Mit seinem Lieblingsfutter von Gourmet – schließlich ist Sonntag.

Zwischenzeitlich ist mein Milchkaffee kalt geworden ... und wo ist eigentlich der letzte Bissen von meinem Croissant abgeblieben? Strafend blicke ich Flecki an, die sich nun in den ersten Sonnenstrahlen aalt. Zufrieden schnurrt sie zurück, ein paar Krümelchen in den Schnurrhaaren vibrieren im Takt. Natürlich könnte ich nun schimpfen – aber wer kommt schon gegen charmant-unschuldige Katzenblicke an, hm?

Erziehung bei Katzen ist ganz einfach – nach wenigen Tagen machst Du das, was sie wollen.

Erziehung bei Katzen ist ganz einfach – nach wenigen Tagen machst Du das, was sie wollen.


Eines ist auf jeden Fall sicher: Die Katzenerziehung hat bei uns hervorragend geklappt. Wir Menschen sind nach elf Jahren perfekt erzogen – und folgen auf jedes „Miau!”.

Ist es bei dir auch so? Erzähl doch mal! :-)



Diese liebevolle Kolumne über Katzengeschmäcker entstand in Zusammenarbeit mit Purina Gourmet. Sie ist Teil einer Serie von Katzenkolumnen, die in ein paar Wochen auf Texterella fortgesetzt wird. Und ja, ich wurde dafür bezahlt. Das tut meiner Katzenliebe aber keinen Abbruch.

 
Susanne Ackstaller, Montag, 27. Februar 2017, 06:00 Uhr
Kommentare: 5 | Aufrufe: 2591 | Kategorie: | Tags: katzenkolumnekatzengourmet
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Kommentare

  • Dem ist nichts hinzuzufügen :D

    Liebe Grüße Sabine

    Sabine Gimm
    am Montag, 27. Februar 2017 um 21:16 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Frauli ist so halbwegs erzogen. Sicher - sie springt in der Früh aus dem Bett und serviert sofort Frühstück. Aber mit ihr am Tisch, das dürfen wir gar nicht. Da kommen dann die scharfen RRRRRRRRRRRRRRRR-Wörter und da wissen wir schon, dass die K… am Dampfen ist. Am besten erzogen handelt sie ja noch, wenn Besuch da ist. Da gibt es manchmal Hühnersuppe und da fällt schon mal bei Tisch etwas ab. Doch auch hier kann es schon mal vorkommen, dass wir entweder eine Blindtastung an der Tischkante vornehmen oder schon direkt auf den Tisch springen müssen, um nachzusehen, warum es gar so lange dauert. Das machen wir aber äußerst selten, weil da ist das Geschrei groß (wobei - wir finden es komisch, dass Frauli dann immer so als Ganzes wackelt - wir haben den Verdacht, dass sie lacht. Kann das sein???) Und manchmal im Winter kauft Frauli frische Sardellen beim Türken und filetiert sie für uns. Wir sind doch keine Straßenkater, dass wir ganze Fische fressen!!! Wie gewöhnlich, pfui.
    Wo es manchmal nicht so hinhaut, ist bei der Futterauswahl. Manchmal schaffen wir es, dass Frauli ein Buffet serviert, weil uns einfach nichts mundet. Nur zu oft dürfen wir das nicht tun. Letztens hat sie ganz wütend gemeint, dass sie uns gegen Goldfische eintauscht, wenn wir weiter so ausgestochen sind.
    Jetzt überlegen wir die ganze Zeit, ob sie das wohl ernst meint?!?!?! Lg Caruso und Rico

    Michaela
    am Montag, 27. Februar 2017 um 18:01 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Hunde haben Herrchen, Katzen haben Personal. Diese Morgenroutine könnte so auch die unsere sein. Alles dreht sich den lieben langen Tag um unsere drei Rabauken. Statt Kindern. Für die hätten wir auch keine Zeit mehr…

    Nadja
    am Montag, 27. Februar 2017 um 07:17 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

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