mode-lifestyle
 

Am letzten Donnerstagabend ist unsere wunderschöne und zauberhafte Tigi gestorben. Sie wurde zehn Jahre alt. Schon seit vier Jahren wussten wir um ihre Herzkrankheit. Letztlich konnten die Medikamente, die ich täglich in sie hineinschmeichelte, ihren zu frühen Tod dann aber doch nicht verhindern.

Ich bin unsäglich traurig.

Tigi. (Mai 2006 bis Juni 2016)

Tiger Ackstaller, genannt „Tigi”. (Mai 2006 bis Juni 2016)


Wie oft lag Tigi neben mir, wenn ich tippselnd auf der Couch saß – genau hier, wo ich jetzt auch diesen Text schreibe. Manchmal lief sie mir dann über die Tastatur, produzierte ein hiokjjksm,zezmlezie und schnurrte mich an: „Hör mal auf zu arbeiten und streichle mich!“ – was ich dann natürlich immer auch brav und gerne getan habe. Manchmal hat sie sich auch auf Fotos „gemogelt“, hier zum Beispiel und auch in der letzten Woche, als dann auch dieses letzte Bild von ihr entstand. Sie war wunderschön. Der Gedanke, dass sie nie wieder neben mir auf der Couch liegen, auf keinem Foto mehr zu sehen sein wird – der Gedanke bricht mir fast das Herz. Sicher, ja, es geht „nur“ um ein Tier, „nur“ um eine Katze. Aber dennoch. Dennoch!

Was mich tröstet: Tigi hatte wunderbare zehn Jahre, mit einer katzenliebenden Familie, mit drei Kindern und zwei Geschwisterkatzen, einem Wald hinterm Haus, dahinter nur Felder und noch mehr Wälder. Mit ganz viel Natur, und mit vielen Vögeln, die sie immer angeschmachtet, aber doch nie gefangen hat. Und mit Menschen, die sie liebten, kuschelten, sich kümmerten. Es ging ihr sehr gut, bis ganz kurz vor ihrem Tod. Dafür bin ich dankbar. Wie ich überhaupt dankbar bin für die zehn Jahre, die wir sie haben durften. Danke, liebste Tigi, dass du unsere wundervolle und unvergessliche Katze warst!

Ich habe die letzten zwei Tage überlegt, ob ich auf Texterella über Tigis Tod schreiben soll, hier in diesem Blog, in dem es zumeist fluffig-leicht und launig zugeht, in dem ich auf fast jedem Foto lächle und euch das Leben von seiner schönsten Seite zeigen will. Aber – ich bin eben nicht nur diese Strahlefrau, die das Leben liebt und dich daran teilhaben lassen will. Ich bin auch ein Mensch mit Kummer und Nöten und Sorgen. Und mit einem blutenden, weinenden Herz, wenn die geliebte Katze stirbt. Ja, es mag sein, dass dieses Posting nicht gut fürs Blog-Marketing ist – aber fürs Marketing habe ich ja ohnehin noch nie geschrieben.

Ich weiß, der Schmerz wird vergehen und die vielen schönen Erinnerungen werden bleiben. Aber das wird dauern.

Morgen wird es übrigens kein Montagsinterview geben. So schnell kann ich nicht zur Tagesordnung übergehen. Und ich will es auch nicht. Ich bin mir sicher, du verstehst das.

 
Susanne Ackstaller, Sonntag, 12. Juni 2016, 06:00 Uhr
Kommentare: 17 | Aufrufe: 2227 | Kategorie: Meinungen, Gedanken,
 

Kommentare

  • Hallo Susanne,

    mein herzliches Beileid….. :-(
    Ich verstehe Dich sehr gut….habe selbst zwei Fellnasen.

    Aber ich bin mir ziemlich sicher: Tigi wird von „da oben” ein Auge auf Dich haben:-)

    Liebe Grüße
    Irene

    Irene
    am Mittwoch, 15. Juni 2016 um 10:47 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Nein, es ist nicht „nur”... Wer je die Ehre hatte, einen so liebevollen und aufrichtigen Freund, wie sie Tiere nun mal sind, haben zu dürfen, der weiß was es bedeutet, ihn gehen lassen zu müssen. Kaum eine Freundschaft unter Menschen kann so einer Bindung das Wasser reichen. Darum ist es besonders schön mit ihnen und besonders schlimm ohne sie. Aber ich glaube fest daran: Amal seng ma uns wieda….

    Tanja P
    am Dienstag, 14. Juni 2016 um 23:52 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Liebe Susanne,
    das tut mir sehr Leid.
    Ein Familienmitglied fehlt, damit muss man erstmal klar kommen.
    Letzten Oktober starb ganz plötzlich mein erster Hund…. das war ein Schock.
    Abgelenkt haben mich meine anderen beiden 4-Beiner… aber ich vermisse ihn oft.
    Für meine Katze Pauline geht die Zeit hier auf der Erde auch langsam zu Ende. Sie ist 19 und baut immer mehr ab…. vielleicht hat sie noch diesen Sommer, ich wünsche es uns.
    Liebe Grüße,
    sabine
    sabines_welt

    sabine
    am Dienstag, 14. Juni 2016 um 19:56 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Och Tiger ... Ich weiß gar nicht, was ich schreiben soll. Aber ich bin sicher, der Tiger hat Dich und Deine Familie so gern gehabt, wir Ihr ihn ( oder sie…).

    Anne
    am Dienstag, 14. Juni 2016 um 14:40 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Liebe Susanne, ich kann dich so gut verstehen. Natürlich tut es weh, wenn unsere vierbeinigen Freunde gehen müssen. Nimm dir alle Zeit, die du brauchst. Die Tagesordnung kann gern einmal warten.
    Mitfühlende Grüße, silli

    silli
    am Montag, 13. Juni 2016 um 15:15 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Verstehe dich so gut! Was aber vielleicht doch tröstlich in dem ganzen Kummer ist, dass ihr euch so gut um Tigi gekümmert habt. Ohne eure gute Pflege und die Medikamente hätte sie viel früher gehen müssen und ich bin sicher, sie hatte ein wunderschönes Leben bei euch.

    Ihr habt alles getan, was man für so ein chronisch krankes Tierchen tun kann und ganz bestimmt sitzt Tigi jetzt hinter dem Regenbogen und schnurrt ganz doll beim Gedanken an ihre geliebte Familie!

    Außerdem - auch die dunklen Momente kannst du hier aufschreiben, wenn du sie teilen möchtest. Denn kein Leben besteht nur aus Einhörnern und Feenstaub…

    Marion
    am Montag, 13. Juni 2016 um 09:52 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Ich musste in den vergangenen Jahren 2 dieser wunderbaren klugen und schönen Geschöpfe gehen lassen und vermisse sie noch heute. Ich kann deine Trauer nachfühlen. Sie schnurren und schmusen sich in unser Herz und hinterlassen unsagbar große Lücken, wenn sie sich auf ihren weichen Pfoten davon machen. Ich umarme dich.
    Liebe Grüße
    Barbara

    Barbara Lotte
    am Montag, 13. Juni 2016 um 08:40 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Kenne deinen Schmerz gut, da ich auch schon liebgewonnene Stubentiger gehen lassen musste. Ich fand in diesen Situationen immer einen Satz von Antoine de Saint-Exupéry sehr schön: „..Und wenn du dich getröstet hast, (man tröstet sich immer) wirst du froh sein, mich gekannt zu haben. Du wirst immer mein Freund sein. Du wirst dich daran erinnern, wie gerne du mit mir gelacht hast.”

    cat200111
    am Sonntag, 12. Juni 2016 um 19:43 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Unsere Tiere sind auch unsere Kinder. Wenn uns eines verlassen muss, kann uns niemand vor der Trauer schützen. Ich weiß aus Erfahrung (mit Hund und Katz), dass irgendwann die Trauer zur Liebe wird, die kein Zuhause mehr hat. Man erinnert sich an die schöne Zeit und -besonders bei Tierheim-Schätzchen - an das, was man diesem Tier geben konnte.

    Susanna Künzl
    am Sonntag, 12. Juni 2016 um 17:36 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Es ist so traurig wenn ein geliebtes Tier von uns geht. Bei mir wird es jetzt 2 Jahre, dass mein Herzenskater nicht mehr bei mir ist.
    Auch er war sehr krank, er wurde 11 Jahre alt. Auch ich weiß wie schwer es ist und kann Dich so gut verstehen. Unsere Tiere schenken uns so viele schöne Momente, sie sind nie böse, sie sind immer für uns da und sie lieben uns, deshalb werden wir sie nie vergessen.
    Alles Liebe
    romy

    romy
    am Sonntag, 12. Juni 2016 um 16:09 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Liebe Texterella,

    das Leben ist nicht immer leicht und fluffig, dass wissen wir alle. Tigi war nicht „nur” ein Tier, sie war ein Familienmitglied.
    Ich kann es nachempfinden, wie Du Dich fühlst. Mein Ben starb mit 11 Jahren, dass ist jetzt schon fast neun Jahre her. Und auch wenn Ronja uns mit Freude erfüllt, vermisse ich Ben .

    Nimm Dir Zeit und lass alles auf Dich zukommen.

    Die Sammlerin

    die Sammlerin
    am Sonntag, 12. Juni 2016 um 15:47 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Liebe Susi, ich sitze hier und weine - fühle mit die und hoffe gleichzeitig, dass mein Kater noch lange leben wird.
    Die zauberhaften Wesen begleiten uns auf leisen Pfoten und wir denken nicht darüber nach bzw. wollen nicht darüber nachdenken, dass sie uns eines Tages verlassen werden. Wenn es dann geschieht, trauern wir genauso, als ob ein Freund gestorben wäre.
    Danke, dass du auch dein Innerstes mit uns teilst uaf diesem Blog, auf dem es ansonsten meist um das schöne Äußere geht.

    Liebe Grüße
    Karin

    Karin Austmeyer
    am Sonntag, 12. Juni 2016 um 13:56 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Wie traurig.. mein herzliches Beileid!
    Unsere Tiere gehörten und gehören immer zur Familie und auch wenn inzwischen bis auf Lotti alle gestorben sind, werde ich doch nie auch nur ein einziges meiner geliebten Tiere vergessen. Ob sie nun mir oder meinen Freunden oder meinen Verwandten gehörten.
    Es ist aber schön, dass Tigi so ein schönes Leben bei dir hatte - umsorgt und geliebt. Und so ist sie sicher auch gestorben. Sie wird ja auch immer in deinem Herzen bleiben..

    frauvau
    am Sonntag, 12. Juni 2016 um 13:23 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Jeder, der schon mal ein geliebtes Tier gehen lassen musste, versteht Dich sehr gut. Katzen sind wunderbare Gefährten, die sich in unser Leben einschmeicheln und uns glücklich machen. Ich vermisse meine Kater auch sehr.

    Ichhebgleichab
    am Sonntag, 12. Juni 2016 um 13:03 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Guten Morgen, ich kann mich so gut in dich rein versetzen, wir müssten auch schon mehrmals eine geliebte Katze über die Regenbogenbrücke gehen lassen.

    Sie fehlen uns immer wieder….

    Ich wünsche dir viel Kraft,alles Liebe aus der Pfalz,Bärbel

    Bärbel
    am Sonntag, 12. Juni 2016 um 10:04 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Ich weiß so gut, wie es dir geht :( ich musste meine zwei Miezen gehen lassen und sie fehlen mir heute noch, obwohl das schon Jahre her ist… Alles Liebe aus der Ferne, Alexandra

    Alexandra Graßler
    am Sonntag, 12. Juni 2016 um 09:25 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Guten Morgen, ich kann es sehr gut verstehen. Für uns sind Tiere Familienmitglieder und es fällt schwer sie gehen zu lassen. Kennst du die Geschichte mit der Regenbogenbrücke. Die finde she schön und sie tröstet einem. Falls du du magst, kannst du es ja mal googeln. Viele liebe Grüsse Beate

    Beate S.
    am Sonntag, 12. Juni 2016 um 08:21 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

Schreibe einen Kommentar:
 
Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
  • Name*
     
  • Email*
     
  • Website
     
  • Kommentar*
     
  • CAPTCHA*
      
  •  
  •  
  •  
 
 

Zum nächsten Beitrag: Dienstagsschnipsel.

Zum nächsten Beitrag.

Zum vorherigen Beitrag: Schützen, was wertvoll ist. #Gewinnspiel #Werbung

Zum vorherigen Beitrag.





Herzblutdinge

Herzbluttexte




WERBUNG













KOOPERATIONEN








 
WERBUNG

© 2017 texterella.de | Susanne Ackstaller

Site by blogwork.de und Sibylle Zimmermann, hz-konzept.de