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So sehr ich das Internet liebe – manchmal hasse ich es auch ein wenig. Nämlich dann, wenn ich merke, wie sehr es mich absorbiert und wie wenig Zeit es mir für andere Dinge noch lässt.

Lesen zum Beispiel.

Ja, ich war ein Buch-Junkie. Ich las schneller als ich für Nachschub sorgen konnte. Ich will jetzt nicht die gute alte Zeit heraufbeschwören. Aber es hatte schon was, abends auf der Couch zu lümmeln, mit Tee und neben einem Bücherstapel. Das ist schon lange nicht mehr so. Viel zu viel Zeit verbringe ich vor irgendeinem Monitor. Klar, ich habe das selbst in der Hand. Niemand zwingt mich. Ich mag mein digitales Leben ja auch, aber … Aber.

Natürlich lese ich immer noch, abends im Bett. Bücher, die man auch nach einem anstrengenden Tag noch lesen, noch konsumieren kann. Ohne viel zu denken und denken zu müssen.

Ein paar wenige Ausnahme gab es in den letzten Jahren. Bücher, die mich aus der Konsumecke herausgeholt haben.



Mit angeliebten Ecken: „Länger als sonst ist nicht für immer” von Pia Ziefle.


Suna war eines davon – ein Buch, das meine liebe Netzwerk-Kollegin Pia Ziefle geschrieben hat und das völlig zurecht von Lesern und Presse hoch gelobt wurde. Hier kannst du meine Rezension zu Suna lesen – oder in Kurzform: Suna ist ungelogen eines der schönsten Bücher der letzten Jahre.

Im Sommer ist nun Pias zweites Buch erschienen: Länger also sonst nicht für immer heißt es.

Nun sind die Erwartungen an jemanden, der so grandios debüttiert hat wie Pia mit ihrem Erstling Suna, natürlich hoch. Sehr hoch. Auch meine waren es.

Und sie wurden nicht enttäuscht.

Wieder hat Pia ein Buch geschrieben, das einen zutiefst berührt. Durch ihren Stil ebenso wie durch die Handlung. Die Schicksale, die sie schildert, und die Menschen, die sie beschreibt, kommen einem beim Lesen ganz nah.

Da sind Ira, Fido und Lew, die – wie in Suna – auf der Suche sind. Nach Wurzeln, nach Gründen, nach dem Sinn. Auch nach Liebe. Es geht um Geschichte, um deutsch-deutsche Geschichte, um Ideologien, und was sie mit uns machen. Und um seelische Abgründe, die durch Pias poetischen Schreibstil umso tiefer wirken. Pia verwebt drei Lebensstränge zu einer dichten Handlung, in der sich Menschen treffen, kennen- oder lieben lernen und wieder auseinandergehen. Ein wenig gleicht der Roman einem Puzzle, dessen Einzelteile sich erst im Laufe der Geschichte zusammenfügen. Im Grunde muss man das Buch zweimal lesen, finde ich, um es wirklich zu verstehen. Was man gerne tut, so wunderschön ist Pias Schreibstil, so berührend, so eindringlich. So kostbar.

Danke, liebe Pia, dass du uns wieder ein so schönes Buch geschenkt hast!

***

Wer nun Lust bekommen hat, Länger als sonst ist nicht für immer zu lesen oder zu verschenken, kann das Buch zum Beispiel hier (bei Osiander) oder dort (bei Amazon) bestellen. Oder natürlich im Buchhandel vor Ort kaufen. Bei Pia selbst gibt es übrigens einen ganz besonderen „Geschenkeservice“: mit persönlicher Widmung, Verpackung und Versand.


 
Susanne Ackstaller, Donnerstag, 11. Dezember 2014, 13:41 Uhr
Kommentare: 6 | Aufrufe: 2029 | Kategorie: Lifestyle, Lesen, | Tags: sunaschriftstellerinrezensionpia zieflelesenlänger als sonst ist nicht für immer
Das könnte auch interessant sein:
Frauen ab 40: Das Montagsinterview mit Pia Ziefle.
Für dich gelesen. (Und gegessen): „A modern way to eat” von Anna Jones.
Wochenend-(Möchtegern)Lektüre: Das Happiness Projekt.
 

Kommentare

  • Der komplette 1. Abschnitt hätte von mir stammen können.
    Au weia ;)...

    Joanna
    am Donnerstag, 11. Dezember 2014 um 22:56 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Vielen Dank fürs Erinnern, liebe Susi! Das neue Buch von Pia Ziefle stand schon auf meiner Leseliste für die Weihnachtsferien, weil ich Suna auch so toll fand, eins der schönsten Bücher (was heißt schön: ergreifend, berührend, fesselnd), die ich in letzter Zeit gelesen habe. Ich freu mich drauf!
    Lg, Doris

    Doris
    am Donnerstag, 11. Dezember 2014 um 21:21 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

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