mode-lifestyle
 

Immer wieder passiert es mir, dass ich Frauen für ein Montagsinterview anfrage, bei denen ich eigentlich mit einer Absage rechne. Weil Texterella ja „nur“ ein Lifestyle-Blog ist und ... ach, diesen Komplex werde wohl nie los. Manchmal, wenn auch selten, lehnen diese Frauen tatsächlich ab (was für mich absolut okay ist!) – aber die meisten freuen sie sich und sagen zu! Und ich freue mich dann auch. Doppelte Freude sozusagen! Hach.

Genauso war es auch bei Annette Schwindt. Annette kenne ich schon seit einigen Jahren virtuell, allen voran über Facebook. Besonders bekannt ist Annette für ihr großen Wissen rund um Social Media und speziell Facebook. Vor allem letzteres stellt Menschen und Unternehmen ja immer wie vor Rätsel – Annette löst sie für uns und beantwortet die Fragen, die wir uns speziell in Sachen Facebook oft stellen (Mehr dazu in ihrem Blog.)

Genau wie ich lebt Annette einen Teil ihres Lebens im Internet. Hier arbeitet sie auch, als Beraterin für digitale Kommunikation, als Bloggerin, als Mentorin.


Annette Schwindt, Beraterin für Digitale Kommunikation und Bloggerin

Annette Schwindt, 44. (Foto: Michèle Lichte)

Und heute ist sie hier bei mir! Im Montagsinterview. Ich freue mich!

Wie würdest du deine Einstellung zu Mode bezeichnen oder beschreiben? Hat sie sich im Laufe deines Lebens verändert?

Mein Verhältnis zur Mode war schon immer schwierig, denn ich hatte schon immer Probleme etwas zu finden, das passt und trotzdem nach was aussieht. Das liegt zum einen daran, dass ich mit 1,83 Meter recht groß bin, zum anderen habe ich ziemlich viel Oberweite. Die meisten Sachen sind zu kurz oder zu eng.

Als Teenager musste ich meine Hosen teilweise in der Herrenabteilung kaufen, weil es bei den Damen einfach nichts in meiner Länge gab. Die Oberweite habe ich unter weiten Blusen oder Herrenhemden zu verstecken versucht.

Inzwischen gibt es mehr für große Größen, manches davon auch für lange Menschen, aber immer noch zu wenig passende Oberteile. Bleibt nur, auf einfache, durchgehende Schnitte zu setzen. Dafür achte ich dann wenigstens auf kräftige Farben und passende Schals.

Ich hätte gern mal wieder ein schönes Sommerkleid, aber dafür muss ich wohl zur Schneiderin gehen. Kleider von der Stange sehen an mir aus wie Säcke. Ich bräuchte welche ohne Unterbrustnaht, dafür mit Bindeband. Oh, und natürlich lang genug.

Ich würde mir wirklich wünschen, dass es mehr Kleidung für Menschen gibt, die nicht Normgröße haben!

Welche Stilrichtung bevorzugst du? Wie hat sich dein Geschmack im Laufe deines Lebens verändert – und warum? Was hast du in den 20ern/30ern/40ern getragen?

Puh, was ist das, was ich trage? Zeitlos mit skandinavischem Touch? Meistens trage ich Hosen und schlichte Oberteile in kräftigen Farben, dazu einen passenden Schal oder ein Tuch. Im Sommer auch mal einen Rock. Erst vor wenigen Jahren bin ich auf das Modeversandhaus Deerberg gestoßen, das meinem Stil sehr entspricht und mir vor allem mit den Farben entgegenkommt. Außerdem habe ich in Sachen Schuhe Think! Shoes für mich entdeckt.

Annette Schwindt, Beraterin für Digitale Kommunikation und Bloggerin

Die Beraterin. (2015; Foto: Michèle Lichte)


In meinen 30ern hatte ich eine Ringelphase, da waren fast all meine Oberteile gestreift. In den 20ern war meine Latzhose mein liebstes Stück.

Hast du ein Lieblingskleidungsstück?

Ja, wie gesagt, die Latzhose in meinen 20ern. Mit 18 hatte ich jemanden kennengelernt, der in den 20ern mein Leben verändert hat, und der trug gern Latzhose. Da habe ich mir das wohl abgeschaut. Als sie mir irgendwann nicht mehr passte, war das ein echtes Drama ...

Annette Schwindt, Beraterin für Digitale Kommunikation und Bloggerin

Lieblingsstück: die Latzhose! (1989)


Später war es eine Kaschmir-Strickjacke, die ich eigentlich für meinen Mann gekauft hatte, die ihm aber wegen der langen Ärmel beim Rollstuhlfahren immer in die Quere kam. Also habe ich sie „geerbt“ und getragen, bis sie anfing sich aufzulösen. Wegwerfen konnten wir sie aber bisher nicht. Wir hoffen noch auf einen Kunststopfer. ;)

Wie hat sich deine Einstellung zu Schönheit und Aussehen in den letzten Jahren verändert? Inwieweit hat das Älterwerden damit zu tun?

Es ist mir ehrlich gesagt immer weniger wichtig. Ich habe meinen Stil gefunden und der ist zeitlos. Also warum noch Zeit mit sowas Unwichtigem verschwenden? Das klingt jetzt vielleicht abgedroschen, aber mir kommt es auf die inneren Werte an. Wirklich schön ist für mich jemand nicht wegen seines Looks, sondern weil er aus sich heraus leuchtet. Das hat weniger mit dem Älterwerden zu tun, als mit meinen eigenen Erfahrungen und denen von Menschen, die mir wichtig sind. Da ist Aussehen einfach das Letzte, worum ich mir Sorgen mache. Wenn jemand Spaß daran hat, sich stundenlang vor dem Spiegel zu vergnügen, dann soll er/sie das tun. Für mich ist Kleidung etwas, in dem man sich wohlfühlen sollte, etwas Praktisches, nichts was irgendwelchen Trends folgen muss.

Annette Schwindt, Beraterin für Digitale Kommunikation und Bloggerin

Mag kräftige Farben. Und Tücher. (2008; Foto: Timo Meyer.)

Zur Kosmetik: Bist du eher der Wasser-und-Seife-Typ oder glaubst du an die Möglichkeiten moderner Produkte?

Eher der Wasser-und-Seife-Typ, was auch daran liegt, dass ich keine Parfums mag. Als hochsensibler Mensch reagiere ich extrem auf Gerüche, egal ob das Schweiß oder Parfumwolken sind. Die Produkte, die ich verwende, müssen also unaufdringliche Gerüche haben oder am besten parfumfrei sein.

Du bist auf Reisen und hast deine Waschbeutel vergessen. Zahnpasta und Seife gibt es im Hotel. Auf welche drei (Kosmetik-)Produkte kannst du keinesfalls verzichten und kaufst sie sofort ein?

* mein Haarshampoo von Wella für empfindliche Kopfhaut
* Linola Intensiv Gesichtscreme
* ein möglichst unparfümiertes Deo

Würdest du dich für die Schönheit unters Messer legen? Oder Botox, Filler etc. nutzen?

Wenn ich es gesundheitlich könnte, würde ich mir meinen Busen verkleinern lassen. Aber das ist in meinem Fall zu gefährlich. Botox und Co: niemals! Als ich vor Jahren in Frankreich war, gab es dort eine Werbung für eine Gesichtscreme für reifere Damen, die mit dem Spruch warb: Pour femmes qui ont beaucoup ri et beaucoup pleuré. Für Frauen also, die viel gelacht und geweint haben – sprich für solche, die richtig leben. Warum soll ich dann die Spuren davon verbergen? Mein Gesicht erzählt meine Geschichte!

Annette Schwindt, Beraterin für Digitale Kommunikation und Bloggerin

Strickphase während der Achtziger. Hatten wir die nicht alle? (1987)

Hast du ein Schönheitsgeheimnis?

Genug schlafen, gesund ernähren und viel Wasser trinken. Alles andere ist nur Tünche.

Was ist für dich die größte Herausforderung am Älterwerden? Und die schönste Überraschung?

Natürlich wird manchmal wehmütig, wenn einem bewusst wird, wie viele Jahre schon vergangen sind und man ja nicht weiß, wie viele man noch hat. Ich versuche daher, jeden Tag bewusst zu leben. Besonders schön ist es, wenn man merkt, dass man anderen helfen kann und ihnen etwas bedeutet.

Gibt es ein Mantra, das dich durch dein Leben begleitet?

Das einzige, was niemals vergeht, ist Liebe.

Danke, liebe Annette, fürs Dabei sein! Und für dein wunderbares Mantra.

***

Hier gibt es noch mehr spannende Interviews mit spannenden Frauen über 40.

 
Susanne Ackstaller, Montag, 30. Mai 2016, 06:00 Uhr
Kommentare: 3 | Aufrufe: 611 | Kategorie: Meinungen, Frauen ab 40/50/60, Interviews, | Tags: schönheitmontagsinterviewmodeinterviewfrauen ab 40annette schwindt
 

Ich liebe Hamburg. Ich liebe Sonnenuntergänge (wer mir auf Instagram folgt, kann das bezeugen! :)). Ich liebe Wasser. Und ich liebe schöne Hotels.

Und gestern hatte ich alles zusammen:

Sonnenuntergang an der Alster. Vom 7. Stock des Le Meridien Hamburg aus gesehen.

Zimmer mit Aussicht: Sonnenuntergang an der Alster.

Hach. Ja. Wow. Es gibt einfach Momente, da ist das Leben besonders schön. Danke, Leben!

Ein schönes restliches Wochenende euch allen da draußen!

 
Susanne Ackstaller, Samstag, 28. Mai 2016, 15:00 Uhr
Kommentare: 1 | Aufrufe: 406 | Kategorie: Lifestyle, Reisen, | Tags: wochenend-wowschöne hotelsreisenle meridienhamburg
 

Die Sache mit dem Älterwerden wäre ja eigentlich gar nicht so schlimm – wenn da nicht der langsame, aber stetige körperliche Verfall wäre. Hier ein neues Alters- äh Pigmentfleckchen (mein Fleck auf der Wange wird freundlicherweise zumeist für ein Muttermal gehalten!), da ein weiteres Fältchen (und nein, ich rede nicht von charmanten Lachfalten!) und beim Snappen nach unten gucken ... uuups, besser nicht. Aber das allerallerschlimmste an der ganzen Älterwerderei ist dieses vermaledeite Bäuchlein, das eine Kollegin vor einiger Zeit wenig schmeichelhaft als „Wechseljahreswampe“ bezeichnete. Tja, wo sie Recht hat, hat sie Recht.

Wespentaille trotz Bienenstich. Von Nadja Nollau

Das Buch zur Wespentaille. Möglicherweise.


Ich kann mich noch gut an den Winter vor drei oder vier Jahren erinnern, als dieser Bauch plötzlich wie aus dem Nichts aufploppte, meine Taille befiel und sie zunichte machte. Quasi innerhalb von Tagen. Erst glaubte ich noch an ein bisschen zu viel Gummibärchen während eines Großauftrags. Aber ich sollte irren: Denn anders als in früheren Jahren wollten diese zusätzlichen „Arbeitskilos“ einfach nicht mehr verschwinden. Im Gegenteil, sie vermehrten sich begeistert. Schneller als ich das Wort „Taillenschwund“ überhaupt buchstabieren konnte, war sie auch schon dahin, die weibliche Körpermitte. Konnte ich meine ohnehin üppigen Kilos früher noch als Sanduhrfigur zurechtschmeicheln, so war ich plötzlich nur noch eine ... Figur. Mit Bauch. Entsetzlich.

Jammern macht nicht schlank. Leider.

Mein einziger Trost: Ich war mit meinem Bauch nicht alleine. Fast alle meine Freundinnen und Kolleginnen um die 50 jammerten ebenso. Geteiltes Leid und so. Offenbar verbraucht Jammern aber nicht allzu viele Kalorien, denn an meiner, an unserer Figur änderte das ganze Zetern leider gar nichts.

Natürlich startete ich einige Diät- und Fitness-Versuchen. Der Erfolg auf der Waage ging gegen null. Nunja, immerhin pendelte sich das Gewicht irgendwann wieder ein, wenn auch auf einem leider viel zu hohem Niveau. Entsetzlich. Aber das sagte ich schon.

Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht unbedingt die Disziplin in Person bin. Gelinde ausgedrückt. War es ein Wunder, dass die meisten Diät- und Fitness-Versuch scheiterten? Nein. War es nicht. Diäten – oder sagen wir: Esskonzepte – müssen sich sehr einfach in mein Leben integrieren lassen, damit ich sie länger als eine halbe Woche durchhalte. Ebenso beim Thema Fitness. Sobald es kompliziert wird, mag ich nicht mehr. Denn kompliziert ist mein Leben ohnehin.

Und jetzt kommt das Buch ins Spiel, das ich euch heute vorstellen will: „Wespentaille trotz Bienenstich. Tolle Figur auch über 50.“ von Nadja Nollau. Ja, der Titel ist ein bisschen bescheuert. Dennoch hat dieses Buch bei mir tatsächlich einiges an Aha-Effekten bewirkt. Auch wenn das (Low-Carb-)Konzept dahinter nicht wirklich neu ist. Erstmals aber habe ich verstanden, warum ich statt Kalorien lieber Kohlenhydrate zählen sollte.

Fangen wir damit an, was mir an dem Buch nicht gefällt:

Erstens der flapsige, gewollt lustige Stil, in dem das Buch überwiegend geschrieben ist. So was mag ich grundsätzlich nicht und finde es auch nie lustig. Dass ich das Buch dennoch zu Ende gelesen habe, spricht umso mehr für den Inhalt. Den fand ich sehr spannend und lehrreich – und das, obwohl ich mich eigentlich schon seit 35 Jahren mit dem Thema Ernährung beschäftige und nicht ganz ahnungslos bin.

Zweitens, und das stört mich wirklich: die Ablehnung von veganen Ernährungs- und Lebenskonzepten. Zitat: „Ich selbst habe bislang noch keine einzige Veganerin persönlich kennengelernt; möchte ich offen gestanden auch nicht. Diese Ernährung ist schlicht zu abgehoben und verkopft. Ich glaube, solche Entwicklungen entstehen nur in reichen Industriestaaten.“ Hallo??? Hallooooo?? Da hat jemand aber überhaupt nichts kapiert. Überhaupt gar nichts! Das Buch ist Ende 2015 erschienen, wohlgemerkt, nicht Anfang der Neunziger Jahre. Nach diesem Satz hätte ich das Buch am liebsten zugeklappt und weggelegt. Denn ich distanziere mich nachdrücklich von solchen Aussagen!

Und jetzt die guten Seiten. Was mir gefallen hat:

Der Pragmatismus. Hier muss niemand aufwändige Rezepte nachkochen oder teure Lieferservices in Anspruch nehmen. Man braucht keine zweifelhaften Kohlsuppen oder spezielle Diätnahrung. Man muss nur ein paar grundlegende Dinge verstanden haben und sie beherzigen. Im Grunde lauten diese ganz simpel: weniger Kohlenhydrate. Und wenn Kohlenhydrate, dann hochwertige und nicht mehr nach dem Mittagessen. Abends gibt es nur noch Proteine. Ja, ich weiß, solche Diätkonzepte gab es bereits – aber jetzt habe ich auch verstanden, warum sie funktionieren. Denn das erklärt die Autorin sehr gut und laienverständlich.

Der Erfolg. Ich habe mittlerweile zwei Wochen nach diesem Konzept gelebt und kann sagen: Es funktioniert tatsächlich! Und – das ist das wichtigste! – es ist nicht sonderlich schwer. Ich fühle mich leichter und besser. Aber nicht hungrig, denn den Zustand halte ich leider nicht sehr lange aus. Ob ich wirklich meine Wespentaille zurückbekomme? Ich glaube es ja nicht. Muss auch nicht, denn so hoch sind meine Ziele eh nicht gesteckt. Fünf bis acht Kilo würden mir reichen, und ich kann mir vorstellen, dass das klappt.

Die Motivation. Wenn man über den lustig-unlustigen Stil hinwegliest, dann ist das Buch nicht nur gut zu lesen, sondern auch sehr motivierend. Ich hatte bei der Lektüre wirklich das Gefühl: Hier versteht mich jemand. Hier schreibt eine 50plus-Frau für andere 50plus-Frauen. Hier kennt jemand die Misere aus eigener Erfahrung und zeigt einem die Lösung. Ja, ich hatte ein Chakka-Gefühl: Jetzt, jetzt wird alles besser! Also: zumindest meine Figur. ;-)

Lange Rede, kurzer Sinn: Wer noch nicht genug Diätratgeber im Schrank stehen hat oder gerne noch einen weiteren lesen will – diesen hier kann ich (mit genannten Einschränkungen) durchaus empfehlen.

Wespentaille trotz Bienenstich.
Tolle Figur auch über 50.

von Nadja Nollau.
Erschienen 2015 bei Goldmann

Hier bei Amazon erhältlich*

*Affiliatelink. (Heißt: Wenn zirka 100.000 Leserinnen dieses Buch bestellen, kann ich meine Villa an der Cote d’Azur zumindest schon mal anzahlen. :-))

 
Susanne Ackstaller, Freitag, 27. Mai 2016, 06:00 Uhr
Kommentare: 7 | Aufrufe: 1256 | Kategorie: Fitness & Gesundheit, Lesen, | Tags: wechseljahretailleratgebernadja nollaulesengesundheitfitnessbauch
 

Dieser Sommermantel hing schon seit letztem Herbst im Schrank, als ich ihn im End-of-summer-Sale bei Boden erstand. Schon damals freute ich mich darauf, ihn irgendwann hier im Blog vorzustellen. Aber dann war ja Herbst, dann Winter, dann vergaß ich ihn ganz. Bis ich ihn kürzlich, mehr zufällig, wieder im Schrank sah, ganz im Eck, hinter den Sachen, die sich in den letzten Wochen vorgedrängelt hatten.

Sommermantel von Boden direkt mit Blumenmuster in Rot und Blau


Bäm! Da war er, der ultimative Mantel für ein Frühjahr, das einfach nicht will! Mit Blumen und Farben und all dem Trallala, das den Frühling zum Frühling macht. Kurz: Er war perfekt. Und so stand ich vorgestern Nachmittag während einer kurzen Regenpause auf der Straße, lächelt in die Kamera, drehte die üblichen Pirouetten, schaute links, schaute recht, nestelte an meiner wundervollen neuen Gretchen Tango Pouch, und machte all die Faxen, die Modeblogger halt so machen. Fabelhafte Fotos sollten das werden, Fotos, die jeden Frühling hinterm Ofen hervorlocken würden, jawoll!

Tja.

Eine halbe Stunde später – es schüttete bereits wieder aus Eimern und das Licht war positiv ausgedrückt dunkelgrau –, als ich die Fotos am Rechner betrachtete, bemerkte ich es: das weiße Schutzpapierchen über einem Knopf, das ich übersehen hatte. Auf jedem einzelnen Foto.

Erst weinte ich eine Runde, dann ließ ich mich von befreundeten Modebloggerinnen trösten. Dann fiel mir Photoshop ein, und ich erwog eine Retusche. Dann fiel mir ein, dass ich meine Fotos ja nicht retuschiere. Und dann dachte ich: Einen schönen Mantel entstellt nichts. Nicht mal weiße Schutzpapierchen auf blauen Knöpfen auf allen Fotos.

Und ich finde, ich habe Recht.


Sommermantel von Boden direkt mit Blumenmuster in Rot und Blau

Sommermantel von Boden direkt mit Blumenmuster in Rot und Blau

Sommermantel von Boden direkt mit Blumenmuster in Rot und Blau

Sommermantel von Boden direkt mit Blumenmuster in Rot und Blau


Erst sehr viel später bemerkte ich dann auch noch das Papierchen am Rücken. War dann aber auch schon wurscht. Ohnehin hält doppelt ja bekanntlich besser. Oder so etwas in der Art.


Outfit:
Mantel: Boden* (letzte Saison – und ich habe leider auch nichts ähnliches gefunden. Nirgends!)
Tasche: Gretchen Tango Pouch (hach hach hach!)
Hose: Peter Hahn*
Ballerinas: Gabor

*Affiliate-Links

 
Susanne Ackstaller, Mittwoch, 25. Mai 2016, 06:00 Uhr
Kommentare: 22 | Aufrufe: 1195 | Kategorie: Mode, Size Plus, Mantel & Jacke, | Tags: sommermantelsizeplusplussizemantelboden
 

* Frühling, Sommer, Herbst und Winter – erinnerst du dich noch an den Farbberatungshype der Achtziger und Neunziger? Ich war damals totunglücklich, weil ich (angeblich) ein Herbsttyp war und doch so viel lieber ein Winter sein wollte. Für Soulfully habe ich über mein Farb-Debakel geschrieben. Meine schwarze Blumenhaarspange vom Foto kommt übrigens auch vor (und über ein Like oder einen Kommentar bei Soulfully freue ich mich ganz besonders. :-)



Die schwarze Blumenhaarspange und ich. (1987)

* Ich befinde mich ja gerade in einer ziemlichen äh Fitness-Flaute. Ich kann mich einfach zu gar nichts aufraffen. Nix. Niente. Nada. Es ist schlimm. Ganz anders Valérie von life40up: Sie hat sich seit einigen Wochen der Fitness verschrieben, und wie! Auf ihrem Blog hat sie deshalb einige wirklich spannende Links zum Thema Fitness zusammengetragen. Dort erfährst du zum Beispiel, welche 60-Sekunden-Übung genauso wirkungsvoll ist wie ein 45-Minuten-Workout und woran es liegen kann, wenn du trotz Diät partout nicht abnimmst! (Gib’s zu, damit habe ich dich jetzt gekriegt, ne? ;-))

* Geht doch! Nicht nur avancieren Plussize-Models plötzlich zu den neuen Stars der Modeszene (GNTM hinkt da allerdings deutlich hinterher …), nein, nun werden auch Seniorinnen als Models entdeckt. Weil der Markt für „Best-Ager-Mode“ wächst und sich diese Mode einfach besser an der passenden Altersgruppe verkauft als an 25-Jährigen. Ach?! Wer hätte das gedacht. Der Spiegel zu betagten Models und diesem neuen, völlig überraschenden Trend.

* Manchmal könnte ich schier verzweifeln zwischen Wunsch und Realität, zwischen meinen Bemühungen zumindest einigermaßen nachhaltig produzierte Lebensmittel zu konsumieren – und dem, was wirklich dabei herauskommt. Und wenn man dann noch Kinder mitbekochen muss, wird’s im Grunde ganz unmöglich. Außer ich verwende ab jetzt nur noch Dosentomaten und kredenze im Frühjahr nur Rhabarber. Aber lies selbst: Die SZ zu Nachhaltigkeit bei Obst und Gemüse. Ein bisschen deprimierend, wenn auch erwartbar.

 
Susanne Ackstaller, Dienstag, 24. Mai 2016, 06:00 Uhr
Kommentare: 2 | Aufrufe: 916 | Kategorie: Meinungen, Gedanken, | Tags: nachhaltigkeitmeinungkurznachrichtenfitnessfarbberatungdienstagsschnipsel
 
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