Es ist kalt derzeit. Klirrend kalt. Frostige minus 5 bis 10 Grad, selbst untertags. Und die Nächte erst!
Ich mag den Winter so. Besonders wenn ich leicht durchgefroren aus der Kälte komme und drinnen ein leckeres Süppchen wartet: Schön heiß. Gut gewürzt. Scharf. Ein wenig exotisch. Und leicht zu kochen. Kurz: Klarer Fall für ein große Portion Tom Ka Gai!

Das Rezept geht so:
Du nimmst eine Dose Kokosmilch (wer es ein wenig “leichter” mag, nimmt die fettarme Variante), gibst sie in einen großen Topf und schüttest noch mal dieselbe Menge Wasser dazu. Dann ein bisschen Trockenbrühe hinein und das Ganze erwärmen. Während die Flüssigkeit heiß wird, schneidest du 300 bis 400 Gramm Putenfleisch (oder auch Hühnchen oder Schwein) in kleine Stücke und gibst sie zur Kokosmilch, sobald diese kocht. Dann die Temperatur zurückdrehen, bis alles leicht vor sich hin siedet. Als nächstes schneidest du Gemüse: Ich habe Champignons, rote Paprika und Karotten genommen. Frühlingszwiebel sind sicher auch sehr lecker. Hinein in den Topf (das Gemüse mit der kürzesten Gardauer zuletzt, schließlich soll alles noch schön knackig und nicht verkocht sein!) - ebenso wie eine Handvoll Reisnudeln und ein oder zwei durchgedrückte Knoblauchzehen. Und dann kommt der Trick: Als Gewürz verwendest du Tom-Kha-Paste aus dem Glas, zirka 4 Teelöffel. Ich habe diese Paste sogar in unserem Provinz-Edeka gekriegt – es sollte also nicht schwer sein, sie zu finden.
Das Original-Rezept empfiehlt dann noch Koriander als Deko oder eine Chilischote. Hatte ich beides nicht im Haus, die Suppe war auch so sehr lecker. Ich hab dann noch ein bisschen mit Chili-Pulver, Tabasco und Zitronengras-Pulver nachgewürzt.
Alles sehr easy, sehr entspannt und sicher auch als Partysuppe in großen Mengen mehr als tauglich!
Guten Appetit!
Susanne Ackstaller am Mittwoch, 01. Februar 2012 um 11:40 PM
Essen | 0 Comments (166 Aufrufe) | Permalink
Tags: Tom Kha Gai, Suppe, Tom-Ka-Paste, Asiatische Suppe
Für die weite Netzwelt ist das die drölfmilliardste Kürbissuppe dieses Internets und eigentlich überflüssig wie ein Kropf. Für mich aber ist dies eine der wenigen Speisen, die alle meine Wünsche an ein perfektes Mittagessen erfüllt: Sie ist lecker, sie ist einfach, sie geht schnell - und sie schmeckt den drei heikelsten Kindern im ganzen Universum, die dummerweise alle drei in meinem Haus wohnen. Ja, und gesund ist sie auch noch. Ergo: Was willl ich mehr!
Und jetzt willst du natürlich wissen, wie ich diese, meine Kürbissuppe kochen?
Ganz einfach:
Du kaufst einen kleinen Hokkaido-Kürbis, spülst ihn ab, viertelst ihn, befreist ihn von seinem Innenleben und schnibbelst ihn in kleine Stücke (soooo klein müssen sie übrigens gar nicht sein, denn am Schluss wird die Suppe ja ohnehin püriert.). Dann ab damit in den Kochtopf. Reichlich Gemüsebrühe dazu, plus - Achtung, hier kommt nun die Geheimzutat! ;-)) - einen viertel bis halben Liter Vollmilch, ganz nach Gusto. Je mehr Milch, desto sahniger wird die Suppe, aber ganz ohne Sahne! (Kalorienbremse, ha!) Dann noch ein oder zwei Knoblauchzehen dazugeben und voilà! ist die beste aller Kürbissuppen auch schon fast fertig. Jetzt noch alles weich kochen lassen, dann mit Salz, weißem oder Cayennepfeffer ein bisschen nachwürzen. Wer es noch schärfer oder an besonders kalten Tagen noch wärmender mag, gibt noch etwas frischen Ingwer dazu, hmmmmmmmm!
Ich servier das Süppchen gerne mit Wiener oder aber, wenn es etwas feiner sein soll, auch mit Garnelen. Dann noch einen Klacks Creme fraiche drauf - und fertig ist die Herbstsuppe! Ach, was lecker!
Und weil wir gerade dabei sind: Auch in Kartoffelsuppen gebe ich gerne Ingwer.
Hier mein Rezept: Lauch oder Zwiebeln andünsten. Kartoffel schälen, in kleine Stückchen schneiden. Ein paar geschnibbelte Karotten oder auch Kürbis dazugeben, alles mit Brühe aufgießen, dann noch Knoblauch, Gewürze und reichlich frischen Ingwer dazugeben (übrigens drücke ich auch den Ingwer durch die Knoblauchpresse, das geht schneller!). Ich koche mittags dann immer ein oder zwei Portionen mehr, denn so eine schöne heiße Kartoffel-Ingwer-Suppe schmeckt nach einem Herbstspaziergang immer besonders fein. Und macht von innen so schön warm!

Und jetzt: Guten Appetit!
PS: Wenn ihr tolle Suppenrezepte habt, speziell für den Winter, dann schreibt sie mir doch bitte in die Kommentare! DANK!
Susanne Ackstaller am Samstag, 26. November 2011 um 08:16 PM
Essen | 3 Comments (1342 Aufrufe) | Permalink
Tags: Kartoffelsuppe, Kürbissuppe, Suppen, Winteressen, Ingwer, Hokkaido
Man glaubt es kaum, aber heute war doch tatsächlich SOMMER! Kein Kaschmirpulli, keine Wollsocken - stattdessen blauer Himmel und 25 Grad. Klar, dass dann auch das Mittagessen entsprechend ausfallen muss. Es gab den Klassiker: Tomaten mit Mozzarella! Geht schnell, schmeckt sommerlich frisch - und Kalorien hat es sicherlich auch kaum (ich will dazu nix Gegenteiliges lesen! ;-))
So, und jetzt kommt’s: Nach dem ich die Tomaten jahre-, ja: jahrzehntelang!, mit dem stinknormalen Supermarkt-Mozzarella belegt habe und das Gericht immer komplett überbewertet fand, habe ich dann vor kurzem mal den original italienischen Büffelmozzarella versucht.
Was soll ich sagen: Lichtjahre sind gar nichts, wenn man über die Geschmacksentfernungen zwischen beiden Sorten spricht. Der “normale” deutsche Mozzarella schmeckt ja eigentlich nach nix und ist Kaugummi durch und durch. Der italienische (!!! - ich habe kürzlich nämlich auch eine deutsche Bio-Variante entdeckt. Die würde ich allerdings nicht empfehlen.) Büffelmozzarella hingegen ist außen etwas fester, innen weich und schmeckt leicht säuerlich.
Superlecker!
Dazu gab es übrigens kleine, mit Knoblauch gebratene Paprika. Darüber Fleur de Sel und einen Hauch von Olivenöl. Dazu dann Weißbrot und Oliven. Hmmmm!

Ihr habt doch jetzt nicht etwa Hunger gekriegt? Och, das tut mir aber leid! ;-)
Susanne Ackstaller am Mittwoch, 27. Juli 2011 um 04:22 PM
Essen | 1 Comments (1606 Aufrufe) | Permalink
Eine schlechte Bäckerin zu sein hat durchaus seine Vorteile: Man wird nie gebeten, einen Kuchen zu backen. Nicht für Schulfeste, nicht für Vereinsfeiern oder irgendwelche Partys. Ja, man ist fein raus – ist der Ruf erstmal ordentlich ruiniert. Und nicht nur das: Man hat auch immer eine nette Anekdote parat. Zum Beispiel die von den blauen Plätzchen zur Weihnachtsfeier des Sportvereins. Oder die des Apfelkuchens, der so toll in der Form aussah – und doch verbrennen musste, weil die Hausfrau räusper versehentlich die Mikrowelle zugeschaltet hatte. Physikalisch gesehen war der Kuchen aber höchst spannend, doch doch!
Nicht backen zu können, hat aber auch seine Nachteile. Zum Beispiel, weil man es auch dann nicht kann, wenn man es dann doch mal wirklich will: Zu den Geburtstagsfeiern der Liebsten, die Vanillekipferl an Weihnachten – oder einfach, um alle lügen zu strafen, die behaupten, man könne es nicht. (Ist ja auch irgendwie eine Stolzfrage, gell! ;-))
Ja, es war ein wenig fatal – mit mir und der Bäckerei. Bis mir der Deppenkuchen begegnete. Der heißt übrigens nicht so, weil man Deppen reinschnipselt – sondern weil er so einfach ist, dass selbst Backidioten (wie ich) ihn nicht vermasseln. Einschränkung: Beim letzten Mal ist mir die Kruste nicht so optimal gelungen, aber da hatte ich dann auch die Milch vergessen. Das Vergessen von Zutaten ist nämlich mein besonderes Talent in Sachen Backen. Deshalb ist es wichtig, dass die Anzahl der Zutaten sehr übersichtlich ist. SEHR ÜBERSICHTLICH! :-) Aber selbst das ist keine Garantie, wie ich kürzlich erfahren musste ... ;-)
Jetzt bist du sicher gespannt, was für ein Rezept hinter dem Deppenkuchen steckt. Und hier kommt es auch schon!
Für den Boden (jaaaaaa, es gibt noch was oben drauf! Ist ja nicht wie bei Nicht-Bäckern!)
1 Becher Sahne
2 (Sahne-)Becher Mehl
1 Becher Zucker
3 Eier
1 Päckchen Backpulver
1 Päckchen Zitronenaroma
Alles mit der Küchenmaschine gut verquirlen und auf ein gefettetes Backblech mit höherem Rand geben. 15 Minuten bei 160 Grad backen.
Susanne Ackstaller am Donnerstag, 16. Juni 2011 um 12:45 PM
Essen | 0 Comments (1491 Aufrufe) | Permalink
Anders als meine Kinder war ich ein Kind, das gerne aß – von Tomaten (vielleicht sind es die Gene?), Sellerie und Spargel mal abgesehen. Besonders gerne die Süßspeisen, die meine böhmische Oma ab und an kochte. So gab es häufiger mal Liwanzen (ein leckerer Hefepfannkuchen, den man mit geschmolzener Butter begoss und Zucker darauf streute ) oder auch Stopperle*, Nudeln aus Kartoffelteig, die es mit Zucker und gebräunten Semmelbröseln gab, oder natürlich Aprikosenknödel galore! Erwähnte ich, dass ich ein pummeliges Kind war?! :-D
Eine meiner Lieblinsspeisen an warmen Frühlingstagen war allerdings Erdbeergmatsch: Süße reife Erdbeeren wurden zerdrückt, dann mit Zucker bestreut und mit Milch übergossen. Dazu gab es dann Schwarzbrot, das in ein kleine Stücke zerteilt und eingetunkt wurde, bis es sich mit dem süßen erdbeerigen Matsch voll gesaugt hatte. Wie schön war es an heißen Tagen nach der Schule bei meiner Oma am Tisch zu sitzen und wunderbar kühles Erdbeergmatsch satt zu essen.
Hier also noch mal das Rezept:
500 Gramm reife Erdbeeren zerstampfen
dann Zucker drüberstreuen
und Milch darüber gießen
und Schwarzbrot dazu reichen.
Fertig. Eigentlich das perfekte Rezept für Workings Moms mit wenig Zeit. So wie mich.
Susanne Ackstaller am Montag, 23. Mai 2011 um 11:31 AM
Essen | 10 Comments (1849 Aufrufe) | Permalink