Wird das eigentlich immer schlimmer und mehr und mehr und mehr mit diesen bescheuerten Xing-Gruppen- und Event-Newslettern - oder bilde ich mir das ein?
Ja, ich weiß, man kann die Dinger abbestellen, aber mir wäre es mal grundsätzlich lieber, ich müsste aktiv bestellen, wenn ich sie denn haben wollte. Opt-in, sozusagen.
(Ich wollte meinen Unmut nur mal kurz kund tun. So.)
In einer hochinteressanten Artikelserie zeigt digital public auf, wie Obama virtuelle Netzwerke und Social Media nutzt. Sehr spannend - auch für Nicht-US-Helden! Hier geht es zum ersten Teil, dann am Ende des Artikels einfach weiterklicken.
(Danke, Alexandra)
Beim Texttreff wird gerade intensiv über seinen Sinn und Zweck und überhaupt diskutiert. Julia findet es total bescheuert. Und insgesamt ist es wirklich interessant, ja, erstaunlich, wie sehr twitter polarisiert: Für die einen sinnlose bis doofe Zeitverschwendung, für die anderen der Vorgeschmack des Web 3.0. Ich gehöre zu letzteren.
Das liegt wiederum vermutlich daran, dass ich die Würze der Kürze mag (sieht man ja auch an meinen Blogpostings), neugierig bin und gleichzeitig ein ziemliches Talent im Ausblenden von Dingen oder Menschen habe, die mich nicht interessieren, nerven oder sonst irgendwie doof sind. Das ist im real life so (da wundere ich mich oft, über was sich Menschen so alles ärgern ...) und im virtuellen auch. Einzig dem Dummschwätz bei Xing gelingt es regelmäßig, mich zur Weißglut zu bringen und meinen Puls in ungeahnte Höhen zu treiben.
Bei twitter hingegen mag ich gerade das Einprasseln unterschiedlichster Eindrücke. Dass selbst Alltägliches durchs Aufschreiben etwas besonderes bekommt. Und das schönste ist ja: Man kann sich jederzeit ausklinken! Bitte, noch bequemer geht es doch gar nicht, wenn ich da an die ältere Dame denke, die mir heute im Zug unbedingt ihre letzten Einkaufserlebnisse erzählen wollte. Bei der fehlte definitiv der Ausschaltknopf, das Log-out oder die Möglichkeit zum Entfollowen ... ;-)
Ach, wenn Marketing doch immer so gut funktionieren würde: Da setzt IKEA einen Mann namens Nils in einen fast leeren Raum - und die WWWelt guckt zu. Wundert sich. Spricht darüber. Bloggt. Twittert. Und fragt sich ein wenig gespannt, was denn wohl passiert, wenn wir alle nur lange genug auf den September gewartet haben. Bringt der Postbote dann den neuen Katalog? Kauft Nils sich neue Möbel? Oder zieht er einfach nur wieder aus?
Wir bleiben neugierig und sind begeistert, dass so simple Werbeideen richtige Knaller sein können.