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Dufterinnerungen ...

Du kennst das: Du betrittst ein Restaurant oder ein Geschäft, du riechst dein Lieblingsparfum, schnupperst - und schon kommen Erinnerungen zurück, schon vergessen geglaubte Situationen, Bilder .... Irgendwie ist unser Geruchssinn schon ziemlich raffiniert, oder?

Genau darum geht es beim Schreibwettbewerb auf dufterinnerung.de: Schnuppern, Schreiben - und ein tolles Parfum gewinnen. Ich mache da auf jeden Fall mit, denn die meisten Parfums nutze ich schon seit Jahrzehnten - viel Erinnerungspotenzial also. :-)

Susanne Ackstaller, Montag, 13. September 2010 um 04:40 PM


Dufttesteuse. (Lecker!)

Essenza Nobile schickt mir alle paar Woche ein paar Duftpröbchen zu. Nachdem der Vanilleduft von Annick Goutal bei mir einen absoluten Volltreffer landete, sah es in letzter Zeit allerdings ziemlich mau aus: Zu blumig, zu intensiv, zu pappig - ich habe wirklich oft genug hingeschnuppert, ob mir nicht doch der eine oder andere Duft gefallen könnte. Tja, war aber nicht.

Bis heute.

Heute kam der Duft von Iris von Arnim. Was soll ich sagen - wow!!! Die komplexe Duftbeschreibung überlasse ich lieber anderen, für mich riecht das Parfum ohnehin vorrangig nach zwei meiner Lieblingsdinge: Kaschmir und Vanille. Und nach Herbst. Nach klaren, kühlen Tagen. Nach einem Feuer im offenen Kamin. Nach langen Spaziergängen und einem Chai mit Milchschaum danach zum Aufwärmen. Ein perfekt sinnlicher Duft für die kühlen Monate, kurz: das Parfüm zum Iris-von-Arnim-Strick (den ich ja ebenso sehr liebe). Es hätte nicht authentischer sein können.

Dufttesteuse. (begeistert.)

Das war jetzt aber mal ein Volltreffer, liebe Essenza Nobile.

Den von mir gewünschten Shiso-Tee gab es zwar nicht (Zelens wird wohl gerade verscherbelt und hat die Teeblütenernte erstmal eingestellt), dafür pflückte Annick Goutal für mich Vanilleschoten und destillierte sie zu einem gar köstlichen Duft! So heißt der Duft dann auch: Vanille Equise. Aaaaaaaaaah! Ich kann gar nicht lange tippen, weil ich immer an mir schnuppern muss - nur so viel: Normalerweise trage ich solche Düfte nur im Winter (Vanillekipferl, ihr wisst schon ...), aber Vanille Equise ist definitiv frühlingstauglich, so leicht und pudrig und warm und wunderbar wie er ist. Das heißt: wäre! Denn jetzt kommt der Haken: Der Duft ist nicht mehr verfügbar. :-( Darf das wahr sein???

Aber vielleicht sind die andere Parfüms von Annick Goutal ja ähnlich lecker? Ich verlink sie mal. ;-)

Dufttesteuse. (Reloaded.)

Ich durfte mal wieder proberiechen. Doch anders als hier habe ich Essenza Nobile diesmal um einen ganz bestimmten Duft gebeten: um Molecule 1. Von diesem Parfum hatte ich schon allerhand Unglaubliches gehört: Dass es an jeder Frau komplett anders riecht. Dass frau selbst gar nichts riechen sollte, nur andere sollten sich wie magisch angezogen fühlen. Dass sich der Duft nach dem Aufsprühen und beim Tragen sehr stark verändert. Und und und. Eine sehr ausgeprägte Legendenbildung also. Oder anders ausgedrückt: richtig gute PR! ;-)

Nun, ich war gespannt.

Moledule 1 kam. In einer - wie passend! - kleinen Phiole, ganz und gar farblos, wie Wasser. Sehr chemisch-wissenschaftlich, kurz: genauso, wie man sich Moleküle in einer Phiole eben vorstellt. ;-) Dann nach dem Aufsprühen erst ein Hauch von purem Äthanol ... Moleküle in Alkohol, alles klar. Doch gleich darauf überraschendes: ein holziger Duft. Warm, echt, authentisch. Kein bisschen chemisch, stattdessen natürlich und unaufdringlich, aber dennoch spannend. Ein wenig Puder, ganz viel Zeder, ein Hauch französischer Eleganz. Den ganzen Tag habe ich immer wieder daran gerochen - und jedes Mal wieder für gut befunden.

Meine Empfehlung: Ausprobieren!

Susanne Ackstaller, Sonntag, 14. Februar 2010 um 12:00 AM


Dufttesteuse. (Sponsored.)

Essenza Nobile hat mich vor einiger Zeit gefragt, ob ich Lust hätte, Parfums zu testen und hier bei texterella zu “besprechen”. Natürlich fühlte ich mich sofort grässlich gebauchpinselt und bekam glänzende Augen, besonders, weil man mir zusicherte, ich dürfe schreiben, was ich wolle. (Nun, das hätte ich wohl ohnehin getan.)

Also kamen dann die ersten drei Düfte: “Gold” von La Prairie war dabei, “Pegaso” von ETRO sowie “Nuit de Cellophane” von Serge Lutens.

Tja, und damit begann das Drama - denn: Gefallen hat mir keines der drei Parfums. Das eine zu nichtssagend blumig (Nuit de Cellophane) , das andere zu nichtssagend süß (Gold), das dritte (Pegaso) erinnerte mich gar an Haarspray. Hm. Mag ja sein, dass die drei Düfte genau deshalb perfekt sind für die breite Masse an Frauen - aber ich bin nunmal weder nichtssagend noch nutze ich Haarspray! Für mich müssen Düfte meine Fantasie beleben, Gefühle hervorrufen, Geschichten erzählen ...

Das ist mir mit diesen drei Düften nun leider so gar nicht passiert. Die fand ich einfach nur ... langweilig.

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